Autohöfe im Lockdown

Auch in NRW wieder geöffnet

Foto: Henning Sperling

Ab Mittwoch geht Deutschland wie erwartet in den wirklichen Lockdown. Den neuen Beschlüssen lässt sich entnehmen, dass die Autohöfe weiter als Betriebskantinen offen blieben dürfen. Als bislang zwölftes Bundesland erlaubt seit Montag auch Nordrhein-Westfalen wieder den Service für die Lkw-Fahrer.

Als Pächter des Restaurants „Dachsberg“ am Aral-Autohof Bad Honnef ist Henning Sperling am heutigen Montag erst einmal froh für seine Stammgäste, die Fernfahrer. Denn genau ab heute erlaubt auch Nordrhein-Westfalen als bislang zwölftes von 16 Bundesländern, dass die Autohöfe unter bestimmten Bedingungen eben ausschließlich für Berufskraftfahrer als Betriebskantinen gelten. Das war das Thema in der 47. Sendung von FERNFAHRER LIVE „Wir kämpfen für Euch“, die auf Facebook bereits über 10.000 Aufrufe hat. Dort wurde auch darüber gesprochen, dass Sperling die Öffnung des erst im Mai 2019 eröffneten Restaurants im gleichnamigen Gewerbegebiet an der A3 zunächst gerichtlich durchsetzen musste.

Fernfahrer alleine unter sich

„Die ersten Fahrer haben mich schon angerufen und gesagt, dass sie kommen wollen“, so Sperling. „In einer eigenen Lounge hatten wir immer auch einen eigenen Platz für die Fernfahrer. Nun werden sie allerdings im ganzen Restaurant für sich alleine sein.“ Dass der Betrieb unter den strengen Corona-Regeln nicht wirtschaftlich sein kann, spielt, so wie für Sybille Rademacher vom Restaurant BS-Ost keine große Rolle. Beide Betreiber gehen davon aus, dass die Autohöfe auch ab Mittwoch für die Lkw-Fahrer geöffnet blieben. „Sie sind die ganze Woche für uns unterwegs“, sagt auch Sperling. „Und wir sind für sie da. Unterstützung bekommt er als Pächter wiederum von den Betreibern des Aral-Autohofs und des Gewerbegebietes.

Starkes Engagement der VEDA

Vor allem die Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA) hat mit ihrem Geschäftsführer Alexander Quabach seit Beginn der Corona-Pandemie ein starkes Engagement gezeigt und konnte am vergangenen Donnerstag mit Sybille Rademacher nun das 99. Mitglied begrüßen. „Wir möchten nun die letzten Wochen des Jahres nutzen um ein Stimmungsbild der Lkw-Fahrer über das allgemeine Angebot an Service, Qualität und Sauberkeit entlang der Autobahn zu bekommen“, so Quabach. „Hierzu haben wir gemeinsam mit dem iSCM Institut einen Fragebogen entwickelt. Er soll die Meinungslage der Reisenden von Autohöfen und Rastanlagen gegenüberstellen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir 20 Essensgutscheine im Wert von 20 Euro, die von der VEDA übernommen werden und in teilnehmenden Autohöfen eingelöst werden können.“

Die Umfragen sind anonym, betont die VEDA. Es können weder Rückschlüsse auf die Teilnehmer oder die Autohöfe und Rastanlagen gemacht werden. Es können keine einzelnen Betriebe bewertet werden, nur Autohöfe und Rastanlagen im Allgemeinen. Hier geht es zur Umfrage.

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