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Anfrage der FDP zu Engpässen in der Logistik

Bundesregierung sieht Engpass bei Lkw-Fahrern

Foto: Matthias Rathmann

Die Bundesregierung bestätigt, dass es Engpässe bei Lkw-Fahrern gibt. Das führe unter anderem zu höheren Löhnen, erklärt sie.

Der Fahrermangel ist kein Branchenthema mehr. Nicht nur die Wirtschaftsverbände BDI und BDA warnen vor den Folgen für die Versorgung. Auch die Bundesregierung spricht nun von einem Engpass an Berufskraftfahrern. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion teilt sie mit, dass der gute Konjunkturverlauf und die steigende Verkehrsnachfrage eine Verknappung an Berufskraftfahrern in Deutschland zur Folge haben.

„Der Engpass führt bereits zu unterschiedlichen Anpassungsreaktionen, zum Beispiel zu Lohnerhöhungen und steigenden Anteilen ausländischer Fahrer und Fahrzeuge“, erklärt die Bundesregierung. Im vergangenen Jahr seien die Umsätze der Unternehmen im Wirtschaftszweig „Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte“ um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Doch hätten die Unternehmen nach Einschätzung der Bundesregierung ohne den Fachkräftemangel zum Teil höhere Umsätze erzielen können.

160 Millionen Euro an Fördermitteln für Aus- und Weiterbildung

Ein Risiko für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Republik, das über den allgemeinen Fachkräftemangel hinausgeht, sieht die Bundesregierung aber nicht. Um dem Engpass entgegenzuwirken, unterstütze sie Unternehmen dabei, Fachkräfte zu finden, zu binden und zu qualifizieren. Exemplarisch wird das Aus- und Weiterbildungsprogramm im Rahmen der Mautharmonisierung genannt. Rund 160 Millionen Euro an Fördermitteln sind demnach in den vergangenen fünf Jahren in diese Bereiche geflossen. Ein Programm zur gezielten Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften für die Logistik sei nicht geplant.

Nicht nur Fahrer, auch Parkplätze fehlen in Deutschland

Die Bundesregierung äußert sich in der Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP auch zum Mangel an Lkw-Parkplätzen. Ende 2017 standen in Deutschland demnach rund 49.000 Lkw-Parkplätze an Rastanlagen zur Verfügung. Aktuell werde erhoben, welcher Bedarf sich bis zum Jahr 2030 ergibt. „Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Lkw-Parknachfrage analog zur Straßengüterverkehrssteigerung zunehmen wird.“

Deshalb werde man weiter in den Ausbau des Lkw-Parkplatzangebots auf den Rastanlagen der Autobahnen investieren. Die Bundesregierung bezeichnet die Schaffung von Lkw-Parkständen gar als eine wichtige Daueraufgabe. Handlungsbedarf ergebe sich vor allem an den Hauptmagistralen (einstellige Autobahnen) und den Strecken mit erhöhtem Güterverkehrsanteil, zum Beispiel auf der A61.

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