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ADAC zieht Staubilanz für 2015

1,1 Millionen Kilometer Stillstand

Foto: Matthias Rathmann

Insgesamt 568.000 Mal standen Autofahrer im vergangenen Jahr im Stau. Das entspricht einem Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

04.02.2016 Markus Bauer

Wie der ADAC in seiner Staubilanz 2015 ermittelt hat, reicht die imaginäre Gesamtstauschlange mit einer Länge von 1,1 Millionen Kilometern gut 27 mal rund um den Äquator oder überspannt fast drei Mal die Strecke zwischen Erde und Mond. Der Zeitverlust betrug demnach 341.000 Stunden (2014: 285.000 Stunden). Für den Anstieg gibt es laut ADAC mehrere Gründe. Einerseits werde die Erfassung der Verkehrslage immer genauer, andererseits habe auch schlicht das Verkehrsaufkommen zugelegt. Auch zahlreiche Baustellen hätten sich ausgewirkt.

Die meisten Staumeldungen kamen laut ADAC aus Nordrhein-Westfalen (32 Prozent), Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (elf Prozent). Auf die drei Bundesländer entfallen demnach 61 Prozent der Staus und 64 Prozent der Staukilometer. Am größten betroffen war die Autobahn A 3 mit rund 170 Kilometern Stau pro Autobahnkilometer, gefolgt von der A 8 mit 155 Kilometern und der A 5 mit 135 Kilometern. Der am meisten belastete Tag war laut Statistik der 2. April 2015 (Gründonnerstag) mit insgesamt 8.000 Kilometern Stau. 

Autobahnnetz stößt an Kapazitätsgrenze

An der erneuten Zunahme der Staubelastung sei zu sehen, dass das Autobahnnetz immer stärker an seine Kapazitätsgrenzen stoße. Der ADAC sieht immensen Handlungsbedarf, Engpässe zu beseitigen. Allerdings hinke der Ausbau hinterher. Von 2.200 Kilometern Autobahn, die laut Bedarfsplan zwischen 2001 und 2015 hätten ausgebaut werden sollen, habe der Bund bis heute nur etwa die Hälfte realisiert. Daher müsse im neuen Bundesverkehrswegeplan der Fokus auf der Beseitigung von Engpässen liegen. Der ADAC weist zudem darauf hin, dass überregional bedeutsame Ausbauvorhaben Vorrang haben sollten, unabhängig von Länderquoten. Eine Zweckentfremdung der vorgesehenen Gelder müsse ausgeschlossen sein. 

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