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5G-Testfeld geplant

Duisburger Hafen digitalisiert

Luftaufnahme des Duisburger Hafens Foto: Hans Blossey

Duisburger Hafen setzt auf Digitalisierung zur Vernetzung und will daher ins Förderprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen.

Am Duisburger Hafen soll ein Testfeld für den neuen Mobilfunk-Standard 5G entstehen. Beteiligt sind neben dem Duisport auch die Stadt Duisburg sowie die Universität Duisburg-Essen. Finanzielle Hilfe erhoffen sich die Beteiligten vom Land Nordrhein-Westfalen. „5G.Logport Duisburg“ nennt sich das Projekt, bei dem innovative digitale Logistiklösungen mit Kunden und Partnern entwickelt und zur Marktreife gebracht werden sollen.

Hoffen auf den Zuschlag des Landes

„Wir rechnen uns gute Chancen für einen Zuschlag durch das Land aus, weil bisher die 5G-Technologie in Binnenhäfen noch nicht verbreitet ist“, erläutert Peter Trapp, Geschäftsführer des Accelerators Startport, einem Innovationstreiber für Start-ups, und zugleich Generalbevollmächtigter beim Duisport. Für Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisport-Gruppe, wäre die Einführung des 5G-Standards am Duisburger Hafen nicht weniger als „die wichtigste Infrastrukturmaßnahme in dieser Dekade“. Und er ist sich sicher: „Hier werden zwischen etablierten Unternehmen und jungen Start-ups rasch zukunftsfähige Allianzen entstehen“ mit einem entsprechenden Marktvorteil für alle Beteiligten.

Hintergrund: Der Mobilfunkstandard 5G eröffnet die Chance, auch mobile Objekte miteinander zu vernetzen. Der Funkstandard macht das „Internet der Dinge“ (IoT) technisch erst möglich. Produkte mit Sensoren und 5G-Modulen lassen sich über die komplette Lieferkette in Echtzeit nachverfolgen und steuern. Aber auch Lieferroboter und Drohnen könnten sich mithilfe von 5G mit präziserer Navigation und geringerem Unfallrisiko durch den Duisport bewegen.

Smart Port wäre positiv für die ganze Stadt

Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg, geht da sogar noch einen Schritt weiter: „Wenn die 5G-Technologie die Logistikanwendungen im Hafen erneuert, wirkt sich der Smart Port positiv auf die gesamte Stadt aus und könnte eine Blaupause für weitere Anwendungen in den Feldern Logistik und Mobilität sein“, sagt er. Langfristiges Ziel sei die erfolgreiche Bewältigung des Strukturwandels in der Stadt Duisburg, bei dem seiner Meinung nach neue Produkte und Services rund um 5G einen nachhaltigen und entscheidenden Beitrag leisten sollen.

Ein nachhaltiger Beitrag ist in diesem Zusammenhang die sogenannte Verkehrslenkung – genauer gesagt der Zu- und Abfluss von Lkw zu den Terminals des Duisburger Hafens. Für Andreas Stöhr, Professor für Elektrotechnik an der Universität Duisburg-Essen. Denn 5G ermöglicht die Übertragung von Daten in Echtzeit. Lkw könnte so durch „das latenzarme 5G-gestützte Verkehrsleitsystem effizienter gesteuert werden“, erläutert Stöhr. Dafür werden dann mit technologischen Hilfsmitteln wie Kameras, Sensorik, Drohnen und Verfahren der Künstlichen Intelligenz Verkehrsdaten kontinuierlich erfasst und ausgewertet.

Und so würde es funktionieren

  • Das Verkehrsleitsystem leitet die gesammelten Daten an die Lkw-Fahrer weiter. Diese fahren dann gegebenenfalls gezielt die Lkw-Stellplätze in den sogenannten Pre-Gates im Hafenareal an – oder werden direkt zu einem der Terminals gelotst.
  • Überfüllte Raststätten an den Autobahnen würden so entlastet – aber auch die Duisburger Anwohner. Denn wartende Lkw-Fahrer würden dann nicht mehr den ohnehin knappen Parkraum in Beschlag nehmen.
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