30 Jahre Renault AE

Der Magnum polarisiert von Anfang an

Foto: Archiv Michael Kern, Fondation Berliet, Jacek Bilsky, Thomas Küppers, Renault Trucks, Gerlach Fronemann 22 Bilder

1990 vorgestellt, war der Renault AE ein kühner Wurf. Bis zum Ende seiner Tage im Jahr 2013 blieb der Franzose ein Unikum.

Folgt man den Vorurteilen, dann macht der Franzose zwei bis drei Stunden Mittagspause bei einem üppigen Menü, trinkt dazu ein Fläschchen Wein – und geht spätestens mit 62 in die Rente. In der Tat haben die Freuden des Lebens westlich des Rheins einen etwas anderen Stellenwert als östlich davon.

Genau deswegen galten für die in Gallien produzierten Lkw in mancherlei Hinsicht oft etwas andere Prioritäten. Die Baureihe R zum Beispiel, in den 80er-Jahren das Flaggschiff von Renault Véhicules Industriels (RVI), nervte den Fahrer zwar mit einem schlabbrig zu schaltenden 18-Gang-Getriebe, verwöhnte ihn aber mit einer weichen Federung, von der sich seinerzeit selbst manch ein Bus eine Scheibe hätte abschneiden können. Und noch etwas machte den Renault von damals zu etwas ganz Besonderem: Auf Wunsch gab es ihn mit einem Hochdach, welches das RVI-Vorgängerunternehmen Berliet schon 1978 im legendären Zentaur eingeführt hatte. Die anderen Hersteller legten erst ab Mitte der 1980er-Jahre peu à peu Hochdachvarianten auf. Das schauten sich die Franzosen also gelassen an, um ihrerseits im Jahr 1990 mit einem Paukenschlag zu kontern, der in der Welt des Lastwagens – zumindest in europäischen Breiten – bis dahin unerhört war. Renault AE hieß das futuristische Gefährt, wobei das Kürzel AE für Advanced Engineering stand. Später sollte es der griffigeren Bezeichnung Magnum weichen, die ab 1992 auch galt – und unter der die Franzosen sonst ihre stattlichen 1,5-Liter-Pullen für edlen Rebensaft verstehen.

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