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2017 wieder mehr Ausbildungsabschlüsse

DIHK: Softskills gefragt

Foto: Jens_Schicke

Die Branche leidet unter einem bedrohlichen Fachkräfte- und Nachwuchsmangel - immerhin verzeichnet der DIHK im Jahr 2017 wieder mehr Ausbildungsabschlüsse. Gefragt seien auch neue Fähigkeiten.

Anfang Dezember hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) für besonders erfolgreiche Azubis einen festlichen Abend organisiert: Bei der Ehrung „Azubis 2018 – Unsere Besten“ werden alljährlich die national besten Auszubildenden der IHK-Berufe ausgezeichnet. Malte Wieber etwa, Fachlagerist bei dem Unternehmen Drinkuth in Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern, Henrik Schwermann, der bei Senza Möbelmontage in Everswinkel eine Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice absolvierte oder Dominik Kartmann vom städtischen Entsorgungsbetrieb USB Bochum, der es in der Sparte Berufskraftfahrer auf die Bestenliste schaffte.

Plus zehn Prozent bei den Berufskraftfahrern

Es gibt sie also noch, die Auszubildenden in der Verkehrs- und Logistikbranche: „Noch haben wir keine Gesamtzahlen für das Ausbildungsjahr 2018“, sagt Simon Grupe, Referatsleiter kaufmännische und Dienstleistungsberuf beim DIHK in Berlin. Der Blick auf die Ausbildungsstatistik in der Transport- und Logistikbranche fällt aber gar nicht so schlecht aus. Demnach sei 2017 im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bei den Berufskraftfahrern um fast zehn Prozent auf 3.286 angestiegen; 2.300 junge Fahrer hätten 2017 die Ausbildungsprüfung abgelegt. Die Ausbildung sei nach wie vor ein wichtiger Weg, um Fachkräfte für die Branche zu gewinnen, sagt Grupe – betont aber, dass auch viele Quereinsteiger sich beruflich für die Tätigkeit als Berufskraftfahrer qualifizieren: 25.000 Personen hätten sich 2017 der Sachkundeprüfung gestellt, die auch ohne dreijährige duale Ausbildung einen Weg in den Fahrerjob ermögliche. Im kaufmännischen Bereich sind laut Grupe die Zahlen 2017 gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil geblieben: Für den Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung verzeichnete der DIHK im Jahr 2017 5.590 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge.

Digitalisierung in der Ausbildung

Sind die Ausbildungsinhalte in puncto Digitalisierung auf dem neuesten Stand? „Das Schlagwort Digitalisierung ist schwierig zu definieren, die Unternehmen in ihrer Bandbreite sind unterschiedlich weit in der Umsetzung“, sagt Grupe, „eine wesentliche Änderung bei den technikoffen formulierten Ordnungsmittel ist daher nicht notwendig“. Laut Grupe hat das Thema Digitalisierung aber ganz klar die Ausbildung verändert: „Vieles, was früher physisch greifbar war, wird heute digital in Form von Daten abgebildet“, sagt er, „ein Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung muss daher in der Lage sein, den rein digitalen Informations-,Waren- und Geldfluss nachvollziehen zu können.“ Auch neue Softskills sind in der Ausbildung gefragt: Azubis müssten verstärkt kollaborativ mit Kunden, Kollegen und Zulieferern zusammenarbeiten und dabei vor- und nachgelagerte Prozesse im Auge behalten. Ob und in welcher Form solche Inhalte in den Ausbildungsverordnungen der einzelnen Berufe einziehen, ist laut Gruppe Aufgabe der Sozialpartner – Gewerkschaft und Arbeitgeber. „Etwa 2020 ist zu erwarten, dass man sich im Bereich Logistik gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) verständigen wird“, sagt der DIHK-Experte.

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