100 LNG-Lkw von Scania

KP Logistik betreibt größte LNG-Flotte

Foto: Thomas Küppers, KP Logistik

KP Logistik will 100 LNG-Lkw in seine Flotte aufnehmen. Das Ganze geht Hand in Hand mit dem Aufbau von zwei Tankstellen.

Das Unternehmen KP Logistik kündigt den bislang umfangreichsten Erwerb von LNG-Fahrzeugen in Deutschland an. Die auf Lebensmittellogistik spezialisierte Spedition hat 100 mit Flüssigerdgas betriebene Scania-Zugmaschinen bestellt. „Ab April kommt die erste Tranche“, erläutert Daniel Tergan, der bei KP Logistik das LNG-Thema betreut, gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell. Scania ist seit jeher die Lkw-Marke des Unternehmens.

Zwei LNG-Tankstellen geplant

Der Erwerb der Fahrzeuge geht Hand in Hand mit dem Aufbau einer entsprechenden Tankstelleninfrastruktur. Jeweils eine feste LNG-Tankstelle soll an den KP Logistik-Standorten Wustermark (in Brandenburg, bei Berlin) und Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) entstehen. Partner hierfür ist das Unternehmen Liquind aus Berlin, das den Aufbau einer LNG-Infrastruktur in Deutschland vorantreiben will. Im GVZ Wustermark soll ab April zunächst eine mobile Tankanlage zur Verfügung stehen. Die später geplanten stationären Tankstellen sollen öffentlich zugänglich sein, also auch Drittkunden zur Verfügung stehen.

KP Logistik will die LNG-Flotte zu gleichen Teilen auf beide Standorte aufteilen. In Stavenhagen ist seit 1990 die deutsche KP Logistik-Landesgesellschaft tätig, im GVZ Wustermark ist das Unternehmen seit 2005 angesiedelt. An beiden Standorten arbeiten mehr als 400 Mitarbeiter, die eine Flotte von 150 eigenen Zugmaschinen und 400 Trailern bewegen.

LNG-Lkw beliefern Filialen von Netto und Norma

KP Logistik setzt die Fahrzeuge vor allem für die Filialbelieferung seiner Kunden Netto Deutschland (mit dem Hund im Logo) und Norma ein. Viele sind im Berliner Raum unterwegs. Aufgrund der dort angedrohten streckenbezogenen Fahrverbote infolge von Stickoxid-Überschreitungen haben sich die KP Logistik-Verantwortlichen mit Alternativen zum Diesel auseinandergesetzt – und sich nun für die LNG-Fahrzeuge entschieden.

Dass die leisen und CO2-ärmeren Lkw in Berlin freie Fahrt haben werden, ist für KP-Mann Tergan auch das Hauptargument für die Anschaffung der alternativen Antriebe. „Wir gehen davon aus, dass sich die Investition lohnt“, sagt er mit Blick auf die reine Kostenbetrachtung. LNG-Lkw sind in der Anschaffung etwa 30 Prozent teurer, andererseits profitieren Flottenbetreiber von einer temporären Mautbefreiung und Fördermitteln. Die große Unbekannte ist das Thema Restwerte. „Keiner weiß, was die Fahrzeuge in fünf Jahren wert sind“, sagt auch Daniel Tergan, doch KP Logistik gehe dieses unternehmerische Risiko ein.

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