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100 Betriebstankstellen in einem Netz

Ladungskooperation Elvis startet Fuel.net

Foto: Elvis AG

Die Ladungskooperation Elvis startet ein Tankstellennetz. Mit Fuel.net verbindet sie 100 Hoftankstellen. Mit dabei ist auch der Mineralölhändler Hoyer.

28.03.2018 Matthias Rathmann

Die Ladungskooperation ­Elvis hat ihre Vorbereitungen zum Aufbau eines Tankstellennetzwerks abgeschlossen. Fuel.net – so der Name des Netzwerks – ist zu Jahresbeginn an den Start gegangen. Das Netzwerk umfasst rund 100 Hoftankstellen von Speditionen aus den unterschiedlichen Elvis-Sparten, wie Elvis-Vorstand Jochen Eschborn im Gespräch mit der Fachzeitschrift trans aktuell berichtet.

Seine Kooperation arbeitet dabei mit der Hoyer-Unternehmensgruppe aus Visselhövede zusammen, einem der ganz großen Versorger von Mineralölprodukten in Deutschland. Ihre Tankstellen sind ebenfalls Teil von Fuel.net. Sichtbar wird die Kooperation auch daran, dass sowohl das Elvis- als auch das Hoyer-Logo auf einer neuen Tankkarte abgebildet sind, die Elvis seinen Mitgliedern zur Verfügung stellt.

Partnern steht Deutschland-weites Netzwerk zur Verfügung

Das neue Netzwerk soll den Elvis-Mitgliedern zwei wesentliche Vorteile bringen: Sie könnten Diesel in der Regel zu günstigeren Konditionen kaufen und eine deutschlandweite Tank­in­fra­struk­tur nutzen, argu­men­tiert Eschborn. Gleichzeitig bringt es die Speditionen des Netzwerks noch näher zusammen, da die Fahrer auf ihren Routen die Betriebs­tank­stel­len anderer Elvis-Partner ansteuern können. Hier machen Speditionen mit, die verkehrsgünstig liegen, über mindestens zwei Fahrspuren und ausreichend große Tanks verfügen. Elvis kümmert sich in Kooperation mit Hoyer darum, dass die Tankstellen ständig befüllt werden, und steuert die Prozesse dahinter – von der Bestellung bis zur Abrechnung.

Eschborn: Bedarf von 50 Millionen Litern im Monat

Erfolgschancen sieht Elvis-Vorstand Eschborn vor allem aufgrund des Preisvorteils. Für einen einzelnen Unternehmer gebe es bei der Beschaffung meist keinen preislichen Spielraum. "Wir treten mit einem Bedarf von 50 Millionen Litern im Monat an – ab dieser Größenordnung lassen die Mineralölhändler erst mit sich reden", sagt er.

Elvis-Partner profitieren neben Preisvorteilen auch von einheitlichen Prozessen, wenn die Bezahlung über die neue Elvis-Tankkarte abgewickelt wird. Auch für die Anbieter hat ein Anschluss an Fuel.net sein Gutes: Sie finden womöglich wieder Gefallen an der eigenen Tankstelle. "Viele nehmen dies zum Anlass, um ihre Betriebstankstelle zu reaktivieren", erzählt Eschborn.

Es gebe unter den Mitgliedern einen Bewusstseinswandel, dass die Tankstelle von einer Kosten- in eine Erlösstelle umgewandelt werden kann. "Das wirft vielleicht kein großes Geschäft ab, trägt aber zur Kostendeckung bei", sagt der Elvis-Chef. Ganz abnehmen will er seinen Mitgliedern die Arbeit aber auch nicht. Um die Instandhaltung der Anlagen müssten sie sich weiterhin selbst kümmern.

Anreiz für Fahrer, an Hoyer-Tankstellen zu tanken

Ob Lkw-Fahrer eines Tages neben den Tankstellen auch weitere Teile der Infrastruktur auf den Speditionshöfen nutzen können, ist noch offen. In Rasthöfe würden sich die Speditionshöfe zunächst jedenfalls nicht verwandeln, sagt Eschborn. Für solche Überlegungen, Speditionshöfe als Servicepunkte mit Übernachtungsmöglichkeiten auszubauen, sei es noch zu früh. Für Fahrer, die ihre Lkw an den Hoyer-Tankstellen auftanken, gibt es unabhängig davon aber schon einen kleinen Anreiz: Sie bekommen dort ihren Kaffee umsonst. Elvis stellt den Fahrern dafür wiederverwendbare Becher zur Verfügung.

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