Toyota Hilux 16 Bilder Zoom
Foto: Toyota

Fahrbericht Toyota Hilux

Japanisches Arbeitstier

Der Toyota Hilux hat spürbar an Komfort zugelegt. Zudem gibt es für die Neuauflage ein umfangreiches Sicherheitspaket, mit einem ganz neuen Fahrerassistenten.

Den soliden Ruf eines robusten Arbeitstiers hat sich der Toyota Hilux längst erarbeitet. Seit 1968 ist er auf dem Markt, er wurde über 18 Millionen Mal produziert und gilt als meistverkaufter Pick-up in Europa. Hierzulande findet die Fahrzeuggattung der Pritschenwagen rund um Ford Ranger, Nissan Navara und VW Amarok nur einen überschaubaren Freundeskreis. Die Mischung aus echtem Geländegänger und offenem Lastenträger ist zumeist in gewerblicher Hand und beispielsweise bei Förstern oder Dachdeckern beliebt.
 
Mittlerweile befindet sich der Hilux in achter Generation. Neben einem umfassenden optischen Update erhielt der komplett neue Hilux einen um 20 Prozent verstärkten Leiterrahmen. Der sorgt sowohl Onroad als auch Offroad für mehr Fahrstabilität und Spurtreue. Der Hilux beginnt als Einzelkabine mit Heckantrieb bei 20.664 Euro (alle Preise netto). Gegen Zuzahlung von 2.882 Euro ist der Zweisitzer in der Basis-Ausstattung auch mit Allradantrieb verfügbar. Bei den teureren Modellen ist er hingegen Serie.

Weiterhin in drei Karosserieversionen lieferbar

Nach wie vor gibt es den Hilux in drei Karosserievarianten. Neben dem bereits erwähnten Single Cap gibt es noch den Extra Cab mit zweiter Sitzreihe und vier Sitzplätzen sowie den Double Cab für bis zu fünf Personen. Der Einstieg in den japanischen Pick-up geschieht über weit öffnende Türen und man thront auf bequemem Mobiliar. Die Bewegungsfreiheit vorne fällt großzügig aus. Allerdings findet nicht jeder Fahrer eine optimale Sitzposition, da das Lenkrad weiterhin nur höhenverstellbar ist. Beim Vier- oder Fünfsitzer ist das Platzangebot im Fond ebenfalls gut. Die Bedienung erschließt sich auf Anhieb, das gilt auch für das neue Multimediasystem mit seinem sieben Zoll großen Touchscreen. Die verwendeten Materialien rund ums Cockpit sind beim Hilux von robuster Machart.

City-Notbremse mit Fußgängererkennung

Der Kunde hat die Wahl zwischen vier Ausstattungslinien. Die beiden Topversionen Comfort und Executive (ab 29.185 Euro als Extra Cab) haben neben einer besseren Inneneinrichtung, darüber auch eine weichere Fahrwerksabstimmung. Dadurch fährt sich der neue Hilux wesentlich komfortabler als bisher und rollt geschmeidiger über derbe Unebenheiten ab. Bei den teureren Versionen ist zudem das neue Fahrerassistenzpaket Safety Sense schon im Preis inklusive. Dazu zählen eine City-Notbremse mit Fußgängererkennung, ein Spurhalter sowie eine Verkehrsschilderkennung. Ansonsten kostet das Sicherheitspaket 328 Euro extra, ist aber nur für die Allradler und nicht für das heckgetriebene Basismodell erhältlich.

Bergabfahrhilfe mit Doppelfunktion

Immer serienmäßig an Bord sind dagegen eine Antriebsschlupfregelung, eine Berganfahrhilfe und eine Bergabfahrkontrolle. Letztere arbeitet – als Novum in der Pick-up-Klasse – nicht nur beim Vorwärtsfahren, sondern auch beim Zurücksetzen. Besonders hilfreich, falls sich der Fahrer im schweren Gelände mal verschätzt und wieder rückwärts den rutschigen Hang runter muss. Die Bergabfahrkontrolle regelt dann automatisch die Geschwindigkeit, ohne dass der Fahrer auf das Gas oder die Bremse treten muss und führt den Hilux wieder sicher talwärts. Und falls die Anforderungen im unwegsamen Unterholz mal besonders hoch sind, hilft jetzt eine 100-prozentige Sperre für das Hinterachsdifferenzial sowie eine um insgesamt 20 Prozent bessere Achsverschränkung.

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Datum

28. September 2016
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