Opel Movano Combi 8 Bilder Zoom

Opel Movano Combi: Flexibler Lademeister

Der Opel Movano Combi ist Mitarbeiter-Shuttle und Transporter in einem. Zum vollwertigen Kastenwagen-Ersatz reicht es aber nicht.

Auf unserem Redaktionsparkplatz wird es ganz schön eng. Neben drei schweren Pick-ups reiht sich nun auch noch ein Opel Movano Combi L2H2 ein. Hinter dem 5,55 Meter langen und 2,50 Meter hohen Rüsselsheimer verschwinden sogar die sonst so riesig wirkenden Pkw mit Ladefläche vollständig. Mit seinem größten Combi im Sortiment spricht Opel Unternehmen an, die flexibel Mitarbeiter und Ladegut von A nach B bringen müssen – und das von beidem nicht zu knapp.

Der Movano bietet auf drei Sitzreihen luftige Platzverhältnisse für bis zu neun Personen. Hinter der letzten Bank bleibt sogar noch Stauraum für 1,45 Meter lange Gegenstände. Mit zwei einfachen Handgriffen lassen sich die beiden hinteren Sitzreihen ausbauen. Die Laderaumlänge erhöht sich dann auf 2,26 Meter beziehungsweise 3,01 Meter. Auf maximal 1,77 Meter Breite lässt sich auch größeres Ladegut mittels Ösen und Schienen fest verzurren.

Warum noch zum Kastenwagen greifen?

Der Boden und die unteren Seitenwände im Laderaum des Combi sind zwar mit strapazierfähigem Gummi und Kunststoff ausstaffiert, die robustere Holzverkleidung gibt es allerdings nur für die Kastenwagen-Variante. Und wer die hinteren Passagiere nicht schwitzen lassen will, muss aufgrund des Lüftungskanals der Klimaanlage eine um zwölf Zentimeter verminderte Ladehöhe (1,73 Meter) in Kauf nehmen. Gut, darüber könnte man noch hinwegsehen. Was dem Combi zum richtigen Transporter-Ersatz aber auf jeden Fall fehlt, ist ein Trennnetz oder eine Trennwand, um die Fahrerkabine von schwerem und unhandlichem Transportgut sicher abzuschotten.

Die Fahrerkabinen von Combi und Kastenwagen sind hingegen identisch. Robuste Materialien und eine hochwertige Verarbeitung zeichnen das Cockpit des Movano aus. An der Mittelkonsole, über den Sonnenblenden, an den Türverkleidungen, unter den Sitzen: Überall dort, wo es möglich war, haben die Designer Ablagefächer eingebaut.

An Ausstattung mangelt es dem Movano ohnehin nicht. Das optionale Tom-Tom-Navi (720 Euro) liegt oberhalb des Rückspiegels gut im Blickfeld des Fahrers, wird aber umständlich per Fernbedienung gesteuert. Kompliziert ist auch das Telefonieren über die Bluetooth-Freisprecheinrichtung per Lenkradtasten und Radio. Auch nach mehreren Versuchen schleichen sich immer wieder Fehler ein. Wer sich für die Multifunktions-Doppelsitzbank (230 Euro) entscheidet, kann den mittleren Sitz im Handumdrehen umlegen und die Fahrerkabine mit drehbarem Laptop-Tisch zum Office umbauen.

Steht keine Schreibtischarbeit an, cruist der Fahrer auf weich gefederten Sitzen, mit gut positionierter Armlehne und Geschwindigkeitsregler (300 Euro) zum nächsten
Termin. Schade: Das Lenkrad lässt sich nur in der Höhe verstellen. Wesentlich unkomfortabler sind die beiden tief positionierten und hart gefederten hinteren Sitzbänke.

Starker Diesel, präzise Schaltung

Der 2.3 CDTi arbeitet kultiviert und leise. Dank kurz übersetztem ersten Gang kommt der Movano auch vollgepackt an Steigungen problemlos vom Fleck. Die Sechsgang-Schaltung arbeitet präzise, aber etwas schwergängig. Im leeren Zustand poltert der Combi geräuschvoll, ohne aber Schläge weiterzugeben über Querfugen. Kein Wunder: Wer so groß ist, will auch beladen werden. Dann liegt der Movano auch satt und leise auf der Straße.

Fuhrparks, die einen zuverlässigen und robusten Allrounder suchen, sind mit dem Movano Combi gut beraten. Er schluckt sowohl Passagiere als auch Fracht in Hülle und Fülle. Der kultivierte 2.3 CDTi verrichtet mühelos seine Arbeit. Was zum richtigen Transporter fehlt, ist allerdings ein Trennnetz oder ein Trenngitter. Das gibt es auch gegen Aufpreis nicht.

Download
Kostenlos herunterladen Opel Movano Combi 2.3 CDTI (L2H2, 3,5 t) (PDF)

Autor

Foto

Karl-Heinz Augustin

Datum

12. Oktober 2012
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