Werkstatt aktuell 01 2016 Zoom

Werkstatt aktuell 1/2016: Neue Ausgabe liegt lastauto omnibus 5/2016 bei

Kein Fahrzeug läuft ohne Luft-, Kraftstoff- oder Ölfilter, doch kaum einer weiß, wie sie produziert werden. Wir haben das größte Filterwerk der Welt besucht und den Profis von Mann+Hummel über die Schulter geschaut. Auch bei der Motoreninstandsetzung geht es um Sauberkeit und höchste Präzision. Das Unternehmen Motoren- und Maschineninstandsetzung Ganslmeier kümmert sich um defekte Triebwerke – vom Sportwagen bis zum Schiffsdiesel. Außerdem porträtieren wir zwei moderne Lkw-Werkstätten. 

650.000 Luftfilter laufen bei Mann+Hummel in Marklkofen vom Band – pro Tag! Mit knapp 180 Millionen Filtern pro Jahr ist es das größte Werk der Welt, 3000 Mitarbeiter produzieren hier Filter in allen erdenklichen Formen und Größen für die verschiedensten Anwendungen. Für einen Lkw-Luftfilter werden bis zu 45 Meter Filterpapier verwendet – es durchläuft Dutzende Maschinen, wird erwärmt, geprägt, geklebt und gefaltet bis am Ende ein fertiger Luftfilter auf dem Fließband steht. Mann+Hummel fertigt nahezu alle benötigten Teile selbst. So werden in riesigen Pressen die Töpfe für Öl- und Kraftstofffilter tiefgezogen, auch die Gewindedeckel werden in Marklkofen gestanzt. Erstaunlich: für Kraftstoff wird eine Reinheit von 99,99 Prozent gefordert, daher werden die Kraftstofffilter bei Mann+Hummel im Reinraum gefertigt. Noch mehr wissenswertes über die Filterproduktion steht in der neuen Ausgabe der Werkstatt aktuell.

Ganslmeier setzt Motoren instand

Zwar nicht im Reinraum, aber dennoch höchst präzise arbeiten die Mechaniker bei Ganslmeier in Ingolstadt. Der Betrieb setzt Motoren aller Art instand, vom Sportwagentriebwerk bis zum alten Traktormotor. Laut Ganslmeier treten am häufigsten Ventil- und Kolbenschäden auf, meist ab hohen Laufleistungen von mehreren Hunderttausend Kilometern. Wird der Motor zerlegt, prüfen die Monteure jedes Teil – die Kurbelwelle wird mittels elektromagnetischer Rissprüfung und UV-Licht auf Risse untersucht. Bei Bedarf schleift Ganslmeier die Kurbelwelle neu, plant Zylinderköpfe oder hont Zylinder neu. Das lohnt sich: bei einer kompletten Instandsetzung liegt die Kostenersparnis gegenüber einem neuen Motor bei 25 bis 30 Prozent. 

Werkstattneubauten

Möglicherweise schickt auch die FHS GmbH aus Suhl ihre Motoren nach Ingolstadt. Das Unternehmen eröffnete vor wenigen Monaten einen modernen Werkstattneubau direkt an der Autobahn 71 in Südthüringen. Für 2,2 Millionen Euro entstand dort eine moderne, helle Werkstatt mit neuester Technik. 16 Mitarbeiter kümmern sich um alle anfallenden Wartungs- und Reparaturarbeiten. Eine Nummer größer geriet eine neue Werkstatt im Südwesten der Republik. In Umkirch bei Freiburg investierte MAN 7,5 Millionen Euro in einen Neubau, weil die alte Werkstatt zu klein geworden war und zudem in einer Umweltzone lag. 55 Personen erledigen nun Wartungs- und Reparaturarbeiten, zusätzlich Klima- und Hydraulikservice, Achsvermessungen und Richtarbeiten. Alles über die beiden Servicebetriebe steht in Ausgabe 1 der Werkstatt aktuell. 

Reifen nachschneiden

Viele Werkstätten lagern heutzutage den Reifenservice an Partnerbetriebe aus. Beim Thema Reifen nachschneiden jedoch können Werkstätten ihren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Denn mit nur zehn Prozent der Kosten lassen sich 25 Prozent Laufleistungsgewinn herausholen, heißt es von Michelin. Im Reifenwerk in Karlsruhe werden regelmäßig Monteure im richtigen Umgang mit dem Nachschneidegerät geschult. Mit etwas Übung hält sich der Zeitaufwand in Grenzen: das Nachschneiden aller Längsrillen dauert nur etwa zehn Minuten, ein kompletter Antriebsachs-Reifen ist in etwa 30 Minuten wieder fit. Weitere Informationen und Tipps zum Nachschneiden gibt’s in der aktuellen Ausgabe der Werkstatt aktuell.  

Hier können Sie das Bundle aus lastauto omnibus 5/2016 und Werkstatt aktuell 1/2016 bestellen. Und hier finden Sie die vorherigen Ausgaben der Werkstatt aktuell.

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Datum

21. April 2016
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