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Weiterbildung bei Volkswagen: Neues Qualifizierungszentrum in Erfurt

Volkswagen hat in Erfurt ein neues Qualifizierungszentrum eröffnet. Bis zu 4.500 Mitarbeiter des Konzerns können sich dort jedes Jahr in verschiedenen Bereichen weiterbilden.

Anfang Mai wurde in Erfurt das Volkswagen Qualifizierungszentrum eröffnet, der neue Standort fügt sich als Schlusspunkt in das modernisierte Qualifizierungsnetz von Volkswagen in Deutschland ein. Den Auftakt der Modernisierungsinitiative bildete 2012 der Baubeginn für das Qualifizierungszentrum in Ludwigsfelde. Seither entstanden neue Qualifizierungszentren in Freising, Unna, Nürtingen sowie Babenhausen. Vervollständigt wird das Qualifizierungsnetz durch drei bestehende Standorte in Norderstedt, Bremen und Wedemark, die bereits zuvor den Anforderungen an eine moderne Trainingsumgebung entsprachen.

Modernisierung des gesamten Qualifizierungsnetzes

"Für Volkswagen ist die Eröffnung des Qualifizierungszentrums in Erfurt ein echter Meilenstein. Mit dem neuen Standort ist die Modernisierung unseres gesamten Qualifizierungsnetzes in Deutschland abgeschlossen", betont Anke Köckler, Leiterin des Ressorts Service Organisation im Volkswagen Service Deutschland, und ergänzt: "Mit unserem bundesweiten Qualifizierungsnetz bieten wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkswagen-Autohäuser in Deutschland beste Bedingungen, um sich permanent und erstklassig weiterzuqualifizieren."

Ein Schwerpunkt der Schulungsmaßnahmen liegt auf den technischen Qualifizierungen. Die Bandbreite deckt alle Bereiche der modernen Fahrzeugtechnologie ab und umfasst beispielsweise Wartungsarbeiten ebenso wie die elektronische Diagnose oder die Instandsetzung mechanischer Baugruppen bei Modellen der Marken Volkswagen Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge. An den technischen Qualifizierungen nehmen maximal zwölf Mechatroniker teil. Die Schulungen dauern je nach Thema ein, zwei oder vier Tage. Acht großzügig dimensionierte multifunktionale Trainingsräume, zwei IT-Schulungsräume sowie ein großer Seminarraum bieten genügend Platz.

Jedes Fachgebiet aus dem Werkstattalltag ist Bestandteil von Schulungen

Pro Jahr bilden sich in Erfurt bis zu 4.500 VW-Mitarbeiter fort, das entspricht etwa 11.000 bis 12.000 Schulmanntagen. "Man kann davon ausgehen, dass jeder VW-Mechatroniker sich mindestens einmal im Jahr in einem unserer Qualifizierungszentren weiterbildet", sagt Gerhard Oldiges, Leiter Qualifizierung, Volkswagen Service Deutschland. Die Schulungen umfassen praktisch jedes Fachgebiet aus dem Werkstattalltag: Achsvermessung mit hochmoderner Messtechnik, Getriebeinstandsetzung, sogar Karosserie- und Lackierarbeiten werden in zwei Qualifizierungszentren geschult.

Auch der korrekte Umgang mit Hochvolt-Systemen will gelernt sein. Für jegliche Wartungs- und Reparaturarbeiten an Hybrid- oder Elektrofahrzeugen müssen die Mechatroniker eine Ausbildung zum "Hochvolt-Techniker" absolviert haben. Nicht jeder Servicebetrieb hat die technischen und personellen Möglichkeiten dazu, also übernehmen Partnerbetriebe entsprechende Aufgaben. In Anbetracht der derzeit verschwindend geringen Anzahl an Elektrofahrzeugen wundert es nicht, dass selbst Gerhard Oldiges erklärt: "Es sind noch zu wenige Autos auf dem Markt, da würde es wenig Sinn ergeben, jeden VW-Mechatroniker auf eine Hochvolt-Schulung zu schicken." Schließlich müsse das Gelernte auch immer wieder angewendet und so gefestigt werden. Nils Jünger, Leiter Projektmanagement bei Volkswagen Immobilien, nennt bei der Schlüsselübergabe einige beeindruckende Zahlen zum Neubau: 920 Kubikmeter Beton wurden verbaut, dazu kommen 130 Tonnen Bewehrungsstahl sowie 30 Kilometer Strom- und Datenkabel. Auch ökologische Aspekte hat VW bei der Konzeption berücksichtigt: Die Gebäude weisen eine besonders effiziente Raumaufteilung und Energiebilanz auf. Zudem wurde auf eine ressourcenschonende Energieversorgung durch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk gesetzt, das sowohl Wärme als auch Strom erzeugt.

Autor

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Mathias Heerwagen

Datum

27. Juli 2016
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