Kai Ihro Zoom
Foto: Kai Ihro

Was Unternehmen jetzt anpacken

"Ergebnis der Kostenschraube“

Unternehmenschef Kai Ihro über Investitionschancen und Eigenkapitalquote.

trans aktuell: Herr Ihro, die Kreditkosten sind niedrig und die Bedingungen vorteilhaft – nutzt Ihro diesen Umstand zu Investitionen?

Kai Ihro: Grundsätzlich  treffen wir unsere  Investitionsentscheidungen auf Basis des  Bedarfs in Verbindung mit einer Rentabilitäts- beziehungsweiseAmortisationskalkulation. Natürlich geben niedrige Zinsen da unter Umständen eher den Ausschlag, eine Investition durchzuführen. Aber wir wollen uns durch niedrige Zinsen nicht verleiten lassen,  Investitionsentscheidungen  weniger diszipliniert zu treffen. Ein wichtiger Unternehmensgrundsatz ist in diesem Zusammenhang auch eine sichere Eigenkapitalquote.

Kostensenkung ist immer ein Thema – wie geht Ihr Unternehmen damit um?

Ohne fortwährende Kostenoptimierungen und Produktivitätsverbesserungen wären wir heute sicher nicht mehr wettbewerbsfähig. Allerdings werden die möglichen Produktivitätssteigerungen und Einkaufsoptimierungen immer geringer,  zumal wir hier bereits seit vielen Jahren in allen Bereichen aktiv sind. Wir denken, dass hier eigentlich gerade im Bereich Personal dringend umgedacht werden muss. Die allgemeine Fahrerproblematik ist ja zu großen Teilen das Ergebnis der Kostenschraube in vielen vergangenen Jahren. 

Strategisch gesehen – wie bereitet sich Ihro auf schlechten Zeiten vor?

Ihro bereitet sich auf Krisenzeiten mit einer hohen Eigenkapitalquote vor und einer strengen Selektion, welche Aufträge profitabel sind oder nicht. Ergänzend haben wir an einer atmenden Organisation gearbeitet, um im Fall eines Krisenfalls unser hochqualifiziertes Stammpersonal nicht zu verlieren.

Ihre Lösung für den Fachkräftemangel?

Wir haben schon verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Diese betreffen zum einen die Arbeitsbedingungen und zum anderen die Bezahlung der Mitarbeiter. Viele Arbeitsbedingungen, die gerade im Fernverkehr früher normal waren, werden zukünftig problematisch. So haben wir schon sehr viele Fahrerarbeitsplätze geschaffen, bei denen die Fahrer jeden Tag nach Hause kommen, also nicht mehr die ganze Woche unterwegs sind. Bei der Bezahlung der Kraftfahrer werden wir sicher irgendwann sehr große Lohnsteigerungen machen müssen, denn der Fahrernachwuchs fehlt ja europaweit.

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Ilona Jüngst

Autor

Datum

3. Mai 2016
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