Alles über Volvo FH
Neuer Volvo FH – Historie Video Zoom

Volvo FH – Historie: Der Klassiker

Anno 1993 in wirtschaftlich schwieriger Zeit einen komplett neuen 
Lkw zu bringen war ein mutiger Schritt. Dass damit aber zugleich ein großer Wurf gelungen war, sollte sich bald darauf zeigen.

"Die Zukunft hat begonnen" – so warb Volvo anno 1993 für den damals brandneuen FH und nahm damit den Mund nicht zu voll. Schon äußerlich schien der Neue von einem anderen Planeten zu stammen. Unterschied sich die rundgelutschte Kabine doch deutlich von den eckigen bis knorrig-schratigen Lkw-Gestalten, die seinerzeit ihre Bahn zogen.

Auch bei der Technik schlug der FH von 1993 ein ganz neues Kapitel auf. Der Stückzahlträger D12A zum Beispiel (340 bis 420 PS) war der erste Motor mit elektronisch gesteuerten Pumpe-Düse-Elementen. Prompt unterbot der FH 12-420 beim ersten Test in lastauto omnibus die gesamte Konkurrenz um zwei bis drei Liter beim Verbrauch.

Ein Highlight im Ur-FH war die Motorbremse

Ein weiteres Highlight im Ur-FH war die Motorbremse VEB (Volvo Engine Brake). Sie öffnete die Auslassventile nicht nur zum Ende des Verdichtungstakts, sondern auch schon einmal kurz zu Beginn. So kamen inklusive der herkömmlichen Auspuffklappenbremse insgesamt 
satte 326 Brems-PS zusammen.

Und erst der Fahrkomfort: "Mit dem Zustand Schweben lässt sich das Fahren im FH am ehesten beschreiben", notierte seinerzeit Tester Frank Zeitzen ins Protokoll. Zudem gab‘s sagenhaft geringe Innengeräusche, leicht ablesbare Instrumente sowie ganz eng um den Fahrer herum gruppierte Schalter und Bedienelemente. Kurzum: Mit dem FH war der erste moderne Lkw heutiger Prägung geboren.

Der Zuspruch von Käuferseite war entsprechend. Als es Mitte der 90er-Jahre wirtschaftlich wieder aufwärtsging, konnte sich Volvo vor Aufträgen kaum retten. Lange Lieferzeiten – zeitweise neun Monate und mehr – waren gang und gäbe. Nur logisch also, dass Volvo den Renner auch nach Südamerika brachte und bald zur weltweiten Plattform fürs globale Geschäft inklusive der US-Aktivitäten kürte.

1995 kam die Globetrotter-XL-Kabine

Der FH stand stetig unter Dampf: Volvo schob beispielsweise schon 1995 die besonders geräumige Globetrotter-XL-Kabine nach und überarbeitete zur IAA 1998 den FH leicht, der nun mit 460 PS aus zwölf Liter Hubraum sowie mit servounterstützter Schaltung zu haben war .

Ende 2001 schließlich folgten kräftigere Retuschen in Gestalt eines neuen Grills und markant eckig geschnittener Scheinwerfer. Unterm Blech reichte die Puste des D12 jetzt bis 500 PS.  Mit I-Shift debütierte ein automatisiertes Wechselgetriebe, das Maßstäbe setzte.

13 statt 12 Liter Hubraum kamen via verlängertem Hub im Jahr 2005. Fürs Interieur bedeutete die Modellpflege ein Bett mit Federkernmatratze sowie einen neuen Sitz. Bis heute gilt für den FH, dass er mehr reift als altert. 2008 zum Beispiel wurden neue Grills mit etwas mehr Schmuck angebracht und Volvo retuschierte den Innenraum ein weiteres Mal, führte Xenon-Scheinwerfer sowie LED-Leuchten ein. 2009 folgten überarbeitete Motoren in Euro 5 und EEV und der 16-Liter-Motor knackte erst die 700-PS-Marke, reicht heute gar bis 750 PS. Gerade bei den Motoren aber hält sich der neue FH noch zurück und macht es weiter spannend. Der große Coup in dieser Hinsicht lässt noch ein Jahr auf sich warten.

Autor

Foto

Volvo

Datum

5. November 2012
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.