Alles über Volvo FH
Neuer Volvo FH – Design Video Zoom

Volvo FH – Design: Aussen dicht, innen Licht

Die Formensprache knüpft unverkennbar an den Vorgänger an, dynamisiert aber das Äußere ein weiteres Mal und setzt in der Kabine auf klassisch angehauchten Schick.

Oberkante Windschutzscheibe: Genau bis dahin reichen die Zugeständnisse, die Volvo beim neuen FH an die Kubusform macht. Ab Unterkante Fahrzeugstirn tritt die Kabine des FH dann doch wieder windschnittig zurückgeföhnt an. Eine mal mehr, mal weniger fliehende Stirn ist somit das Ergebnis bis hinauf zu Globetrotter XL. Einen Kubikmeter mehr: Das ist es, worauf Volvo den Raumgewinn beim Vergleich FH alt gegen neu im Maximum beziffert. Mehr wäre drin gewesen, war aber wohl nicht gewünscht.

Kabinenlänge geringer als beim alten FH

Zwei Gründe geben dafür den Ausschlag. Zum einen schöpft Volvo den möglichen Spielraum bei der Kabinenlänge nicht voll aus. Rund 2.300 Millimeter wären theoretisch drin. Der neue FH misst außen in der Länge aber nur 2.225 Millimeter. Das sind sogar fünf Millimeter weniger als beim alten FH. Zum anderen haben die Techniker wohl den Raumgewinn nicht ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt, sondern eher bestmögliche Aerodynamik. Das Anknüpfen ans gewohnte FH-Bild spielte beim Design eine wichtige Rolle: "Unser Ziel bestand darin", sagt Designer Asok George, "den FH zu dem Lkw zu machen, der den höchsten Wiedererkennungswert besitzt."

So kommt die Front des Neuen – wie schon die des gewohnten FH – immer noch ohne die sonst so verbreiteten seitlichen Windleit-Elemente auf Lkw-Hüfthöhe aus. Das verleiht der Erscheinung des Neuen weiterhin diese glatte Anmutung, mit der Volvo bis heute gut gefahren ist. Der Rest der stattlichen Erscheinung zeigt aber ganz klar, dass Volvo mit dem neuen FH eben auch einen ganz neuen Aufschlag macht.

Kühlergrill mit trutziger V-Form

In trutziger V-Form und mit kräftigem Strich modelliert, präsentiert sich zum Beispiel der Kühlergrill. Das Markenemblem mit dem Zeichen des Mars am silberfarbenen Rund hat nun keinen Platz mehr auf ihm. Es wandert in die abgedunkelte obere Partie der Frontklappe, die den optischen Schwerpunkt senkt. Das sieht fesch aus, wirft aber die Frage auf, wo denn jetzt noch die Firmenaufschrift hin soll.

Die Flanke des neuen FH schließlich steht von Kopf bis Fuß ganz im Zeichen dynamisierter, nach vorn hin steil abfallender Linien, die auch noch im Stillstand nach Schubkraft aussehen. Enge Spaltmaße tun ein Übriges. Licht und luftig hingegen sind die Verhältnisse in der Kabine. Das geht nicht nur auf die größer gehaltenen Fensterflächen sowie die 50 mal 70 Zentimeter messende Dachluke zurück, sondern auch auf fließende Formen und glatte Oberflächen. Helles dominiert in typisch skandinavischer Manier, wobei die Farbgebung insgesamt nach oben hin heller, nach unten hin aber dunkler wird.

Nicht ganz so zackig wie außen sind die – aber weiterhin fließend gehaltenen – Formen im FH. Sie orientieren sich am sogenannten Burgholz-Stil, dessen typischer Vertreter der sogenannte Wiener Kaffeehausstuhl mit seinen schnörkellosen Rundungen ist. "Die Formen sollten logisch sein, nicht kompliziert oder gekünstelt.", erklärt Designdirektor Rikard Orell.

Autor

Foto

Volvo

Datum

5. November 2012
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