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Volkswagen T6: Feinschliff für den Transporter

VW hat den Transporter neu aufgelegt. Eurotransport.de zeigt, wie sich der T6 von seinem Vorgänger unterscheidet, welche technischen Neuerungen er bietet und wo seine Stärken liegen.

Wer den neuen VW Transporter das erste Mal auf der Straße sieht, muss schon genau hinsehen, um ihn von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Einige markante Änderungen gibt es dennoch. Die Frontscheinwerfer zeigen ein neues Layout, die integrierten LED-Tagfahrlichter nehmen ihre Form auf und geben dem T6 ein eigenständiges Profil. Bei genauem Hinsehen fallen zudem auch ein neuer Kühlergrill und die veränderte Lufteinlässe in der tiefer sitzenden Bugschürze auf. Geht man um das Auto herum, kann man angedeutete Sicken an den Flanken erkennen. Leicht Modifiziert wurde auch die Heckpartie. Das Rückfenster wirkt größer, die Nummernschildeinfassung nebst LED-Beleuchtung sitzt ebenfalls tiefer. 

Überarbeitete Tasten-Anordnung und neue Armaturenträger

Gravierender machen sich beim T6 die Änderungen im Inneren bemerkbar. Wie beim Vorgängermodell gibt es für Multivan und Caravelle beziehungsweise Transporter zwei verschiedene Armaturenbretter. Das neugestaltete Armaturenbrett bietet im Transporter deutlich mehr Ablagen. Hier haben die VW-Entwickler wirklich ganze Arbeit geleistet. Platz für die 1,5-Liter-Flasche in der Tür, fürs Handy, für den Zollstock, für allerlei Papierkram – alles findet geordnet seinen Platz. Wie Dr. Eckhard Scholz, Sprecher des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge gegenüber eurotransport.de erklärte, habe man ganz bewusst in diese Richtung entwickelt. Neu angeordnet hat VW auch die Tasten für die elektrischen Fensterheber. Sie sind jetzt ergonomisch günstiger nach vorne Richtung Fahrer verlegt. Die Türgriffe wurden verstärkt und auch die Sitze selber erhielten eine Aufbesserung.

Motoren mit 84 bis 204 PS

Von den Fahreigenschaften her ist der T6 seinen Genen treu geblieben. Er fährt sich nach wie vor völlig unkompliziert, Federung und Dämpfung sind im Transporter auf hohem Nievau. Deutliche Unterschiede sind hingegen bemerkbar, wenn die jetzt erhältlichen, adaptiven Dämpfer (auf Wunsch gegen Aufpreis) verbaut sind. Hier rollt das Auto, je nach Gusto, komfortabler oder,wenn man es unbedingt braucht, auch sportlicher, sprich straffer. Ob das im gewerblichen Bereich vonnöten ist, sei mal dahingestellt. Für die Pkw-Versionen, vor allem natürlich in den höherwertigen Ausstattungsvarianten, kann das interessant sein. Immerhin gibt es den T6 jetzt mit einer Leistungsbandbreite von 84 bis 204 PS, mit und ohne Allradantrieb. Im Spritverbrauch sollen die neu entwickelten Motoren günstiger sein, die 102 und die 150-PS-Versionen liegen laut VW bei 5,5 beziehungsweise 6 Liter auf 100 Kilometer. Überhaupt machten die Motoren einen recht munteren, aber auch leiseren Eindruck. Vor allem der 102-PS-TDI gefiel durch eine gleichmäßige und auch ausreichende Kraftentfaltung.

Infotainment mit Näherungs-Sensorik

Groß ist die Auswahl an erhältlichen Sicherheits-Assistenzsystemen wie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Distanzmessung (ACC), Citynotbrems-Assistent, Multikollisionsbremse sowie Fernlichtassistent. Bei der ersten Testfahrt hat ACC einwandfrei funktioniert. Die Tasten für die Bedienung liegen griffgünstig im Lenkrad, für Fahrer mit großen Händen sind sie vielleicht etwas zu klein. Auf neuestem Stand ist jetzt auch das Infotainment. Hier klappte zum Beispiel die Smartphone-Anbindung problemlos. Praktisch ist die Steuerung der Anlage über eine Näherungs-Sensorik: Sobald man sich mit dem Finger oder der Hand dem Display nähert, schaltet es vom Wiedergabemodus in den Einstellmodus. Das Bedienkonzept ist allerdings nicht in der einfachsten Radioausführung sondern erst in den Ausstattungsvarianten erhältlich.

Preise ab 23.035 Euro

Seit 26. Juni steht der T6 beim Händler. Die Preise werden auf dem Niveau des Vorgängers liegen. Sie beginnen bei 23.035 Euro für den Transporter mit 84 PS, für den gleichstarken Caravelle müssen 30.050 Euro bezahlt werden. Die 102-PS-Versionen, wohl die am häufigsten georderte Motorisierung im gewerblichen Bereich, schlägt mit 24.300 beziehungsweise 31.345 Euro (jeweils netto) zu Buche.
 
 

 

Werner Bicker, Herausgeber und redaktioneller Gesamtleiter des ETM-Verlags

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VW

Datum

26. Juni 2015
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