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Visteon Interieur steht zum Verkauf: Johnson Controls verkauft Cockpit electronics

Der Automobilzulieferer Visteon übernimmt den Bereich Cockpit elektronics für eine Summe von 265 Millionen Dollar von Johnson Controls. Mit dem Kauf soll Visteon mit einem Jahresumsatz von drei Milliarden Dollar zu einem der drei weltgrößten Zulieferer von elektronischen Cockpit-Systemen werden.

Die Übernahme ist laut Visteon noch von diversen behördlichen Genehmigungen und Zusagen abhängig. Geplant sei aber, die Transaktion noch im zweiten Quartal 2014 abzuschließen. Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete der Bereich Cockpit electonics einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Dollar und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen von 58 Millionen Dollar.

Visteon Interieur soll noch dieses Jahr verkauft werden

Gleichzeitig kündigt Visteon an, sein Fahrzeuginnenraum-Geschäft abtreten zu wollen. Visteon Interieur soll noch in der ersten Jahreshälfte 2014 in drei separaten Transaktionen an drei unterschiedliche Käufer veräußert werden. Die geplanten Verkäufe seien voraussichtlich wertneutral.

Der Geschäftsbereich Cockpitsysteme umfasst unter anderem HMI- (Human-Machine-Interaction-) Lösungen, Systeme zur Darstellung von Fahrerinformationen, mechatronische Kombinationen von Elektronik und Mechanik, analoge und digitale Kombiinstrumente und hochauflösende monochrome und farbige LCD- und VF-Displays. Hinzu kommen Infotainment- und Konnektivitätsprodukte sowie Karosserieelektronik.

Weltweit Nummer zwei bei Fahrerinformationssystemen

Bei Fahrerinformationsprodukten belegt das neue Elektronikunternehmen laut Visteon weltweit Rang zwei und beliefert die zehn weltgrößten Automobilhersteller. Durch die Übernahme verbessere  Visteon seine Wettbewerbsposition im Segment Cockpit electronics und stärke neben seiner globalen Präsenz den eigenen Entwicklungs- und Fertigungsbereich sowie das Produktportfolio und die Kundendurchdringung.

Jährliche Kostensynergien von über 40 Millionen Dollar

Die Transaktion biete Aussicht auf langfristige Margenverbesserungen durch Skaleneffekte. Die jährlichen Kostensynergien bis 2017 schätzt Visteon auf über 40 Millionen Dollar. Die Zusammenlegung der Geschäftsbereiche werde zu Markt- und Technologieführerschaft bei wichtigen Technologien im Bereich Cockpit electronics führen und zudem die Möglichkeit bieten, neue Produktreihen schnell einzuführen und weiter auszubauen.

Visteon electronics ist eine Sparte der Visteon Corporation und gehört mit verschiedenen Lösungen für Benutzerschnittstellen und offenen Architekturen zu den führenden Zulieferern in diesem Bereich. Zu dem Unternehmen gehören 16 Fertigungsstätten, vier Technikzentren und elf Kundenzentren. Die Zahl der Beschäftigten im gesamten Konzern liegt derzeit bei rund 6.500 Mitarbeitern. Die Übernahme betrifft laut Auskunft von Visteon etwa 4.800 Mitarbeiter, darunter 1.000 Ingenieure, Elektronikspezialisten und Designer aus sieben Forschungs- und Entwicklungszentren in Europa, Nordamerika und Asien.

Andreas Wolf lastauto omnibus

Autor

Foto

Morgan Anderson

Datum

17. Januar 2014
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