Mondlandesonde Lune 17 einer Proton-Rakete setzt den Rover auf dem Mond ab Zoom

Fahrzeuge: 40 Jahre Nfz auf dem Mond

Vor 40 Jahren landete das erste Nutzfahrzeug auf dem Mond. Genau am 17. November 1970 um 6.47 Uhr Moskauer Zeit setzte die Landesonde Lune 17 einer Proton-Rakete den russischen Rover auf dem Mond ab. Seine Reise über die Mondoberfläche startete der unbemannte Lunochod im Mare Imbrium. Lunochod bedeutet übersetzt Mondgänger. In acht Jahren Entwicklungsarbeit hat der Hersteller NPO Lawotschkin das vierachsige Vehikel ins Blaue hinein ohne konkrete Werte für festen Untergrund konstruiert. Die Vermutung hat sich als korrekt herausgestellt - die Oberfläche des Mondes ist nicht weich und instabil. Mit einem Gesamtgewicht von 750 Kilogramm fällt der Rover schon unter den interstellaren Schwerverkehr. In einem wannenförmigen Chassis versammelt der Lunochod ein regelrechtes Labor. Eine Röntgenapparatur scannt die Monoberfläche auf ihre chemische Zusammensetzung, ein Laserreflektor lässt die Bodencrew die Entfernung vom Mond zur Erde zentimetergenau messen. Zudem hat der kleine Schwerlaster über 20.000 Fotos zur Erde geschickt. Seine Motoren laufen mit Solarstrom. Während der Mondnacht, die zwei Wochen dauert fallen die Temperaturen bis auf 160 Grad unter Null. Während dieser Zeit sorgt die Wärme, die eine radioaktive Ladung liefert dafür, dass die Elektronik nicht einfriert. Dies funktioniert allerdings nur, solange die Ladung tatsächlich noch strahlt. Die Strahlung reichte für insgesamt elf Mondnächte aus. Dann verstummte die wandelnde Badewanne. In seiner Laufzeit schaffte der Lunochod zehn Kilometer und analysierte 25 Bodenproben.

Datum

17. November 2010
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.