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VDA: CO2-Ausstoß soll um 90 Prozent sinken

Bis 2050 soll der CO2-Ausstoß von Kraftwagen um 90 Prozent sinken. Einige Städte haben bereits für das Jahr 2020 ähnlich ambitionierte Ziele. Auch zahlreiche Firmen verfolgen diese Strategie.

Die innerstädtischen CO2-Emissionen wachsen und schmälern die Lebensqualität. Viele Großstädte verhängen daher schon Grenzwerte, berichtet Dr. Eckhard Scholz, Sprecher des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge. So will Toronto bis 2020 80 Prozent CO2 einsparen, New York 30 Prozent, London 60 Prozent und München 50 Prozent. Laut Scholz soll der weltweite Durchschnitt bei 45 Prozent innerhalb der nächsten 16 Jahre liegen. M1-Fahrzeuge (Kombis zur Personenbeförderung) sollen bis 2020 95 Prozent weniger verbrauchen, N1-Fahrzeuge (Kastenwagen) 147 g/km. Konzerne wie Deutsche Post, Telekom und Siemens legen sich gleichzeitig Selbstverpflichtungen für die eigene Flotte auf, die nicht minder ehrgeizig sind. So will die Deutsche Post über die ganze Flotte hinweg 30 Prozent bis 2020 verringern.

Bis 90 Prozent CO2-Reduktion technisch möglich

Vor diesem Hintergrund hat sich Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) für eine Antriebs- und Kraftstoffstrategie entschieden, die diesen Interessen entspricht. Bis 2050 soll so eine CO2-Reduktion um 90 Prozent möglich sein, was einem Ausstoß von 20 bis 35 Gramm CO2 pro Kilometer entspreche, verspricht Scholz. Möglich soll das beispielsweise durch verbrauchsoptimierte Motoren, aber auch alternative Antriebe wie Erdgas-, Hybrid- und vor allem Batterie-elektrische Antriebe werden.

Lokal emissionsfrei fahrende Transporter sind heute schon verfügbar. Deren Reichweite aber beschränkt. VWN hat daher die unterschiedlichen Einsätze von Transportern wie dem Lieferwagen Caddy analysiert und daraus Rückschlüsse auf nötige Reichweiten definiert. Auch die Fahrweise während dieser Einsätze hat VWN in diesem Zuge durchleuchtet. Die Erkenntnisse laut Scholz: Durchschnittstempo kleiner 30 km/h, teilweise sogar zwischen 0 und 4 km/h, bis zu 400 Stopps pro Tag, Einsatzdauern von länger als vier Stunden am Tag, Fahrzeugklimatisierung und Beheizung sind unerlässlich.

Hohe Batteriepreise verhindern den Siegenszug

Das alles spricht für den schnellstmöglichen Einsatz batterie-elektrischer Lieferwagen, jedoch widersprechen die hohen Kosten für die Batterie dem schnellen Siegeszug auf dem Lieferwagenmarkt. Bis 2020 sollen diese Kosten aber sinken, erwartet Scholz. Aber auch Politik und Kommunen sind gefragt. Sie sollen mit Anreizen wie Sonder-Fahr- und Anlieferzonen die Nachfrage unterstützen.

Fehlen noch die passenden Fahrzeuge von VW. Hier ist Abhilfe schon da. Den Auftakt hat dieses Jahr der Minilieferwagen VW e-load up! gemacht, der auf der gleichnamigen Pkw-Baureihe basiert und der bis zu 160 Kilometer laut Nefz-Zyklus zurücklegen kann und damit vielen City-Einsätzen genügen würde. Dass bis 2020 der Lieferverkehr in der Stadt emissionsfrei abläuft, scheint dennoch in weiter Ferne – zumindest so lange wie es keine geeigneten Anreize oder preiswertere Stromspeicher gibt, resümierte Scholz.

Foto

Uli Sonntag

Datum

27. Juni 2014
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