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VCK Logistics Germany

Auf Expansionskurs

VCK Logistics Germany will weiter expandieren. Der Blick richtet sich nach Skandinavien, Osteuropa sowie Großbritannien.

Ein Logistiker, der mit Dienstleistungen für diese Branche gewachsen ist, ist die VCK Logistics Germany. Das Unternehmen, das aus der Compass Holding in Düsseldorf hervorgegangen ist, will unter dem Dach seiner niederländischen Muttergesellschaft weiter expandieren.

Zu Compass-Zeiten war das Unternehmen an einem Wendepunkt angekommen. "Als Nischenplayer, als local hero, wurde es immer schwieriger, die Position im Markt zu behaupten", sagt Geschäftsführer Michael Wortmann. Die früheren Inhaber machten sich auf die Suche nach einem Partner, mit dem sich Perspektiven für ein europäisches Netz entwickeln ließen. Gefunden wurde er in der niederländischen VCK, die sich zunächst einmal drei Jahre lang mit einem Anteil von 50 Prozent an Compass beteiligte.

"Partnerschaft auf Augenhöhe"

Die Firmenehe auf Probe hat funktioniert. "Das war eine Partnerschaft auf Augenhöhe", berichtet Wortmann. Ausschlaggebend für die komplette Übergabe an die Holländer sei dann auch gewesen, dass die ehemaligen Eigentümer den Bestand des Unternehmen gewahrt sahen und die Arbeitsplätze erhalten wurden. Wichtig war wohl auch, dass hinter VCK eine Stiftung steht. So fließt ein definierter Betrag aus den operativen Erträgen in verschiedenste Projekte der Medizinforschung, der Rest bleibe für die strategische Entwicklung im Unternehmen. "Das bringt die VCK-Gruppe in eine finanziell gute und sichere Position", stellt Wortmann fest.

"Wir werden als größerer Spieler gesehen"

Der Verbund der VCK-Gruppe ermöglicht den Düsseldorfern nun ein deutlich größeres Leistungsspektrum. "Wir werden von der Industrie und den Kunden nicht mehr als kleines mittelständisches Unternehmen sondern als größerer Spieler gesehen", sagt der Geschäftsführer. Jetzt hält VCK Ausschau nach weiteren Unternehmen, die vom Geschäftsmodell und der Geografie her in die Strategie passen. "Expansionsmöglichkeiten sehen wir in Skandinavien, in Osteuropa sowie Großbritannien und Irland", sagt Wortmann. Österreich gehöre auch dazu. Ziel sei es, sich in einem ersten Schritt zu beteiligen und später eventuell zu 100 Prozent einzusteigen, wie es bereits mit Compass oder der Amsterdamer All-In-Logistics praktiziert wurde.

In Düsseldorf wurde unter VCK umstrukturiert. Die Zahl der Unternehmen unter dem Dach der Holding wurde geschrumpft. "Vor 15 Jahren hatten die Auftraggeber ein Problem damit, wenn der Dienstleister gleichzeitig für einen Mitbewerber arbeitete", erläutert Wortmann. Heutzutage sei die Betrachtung anders. Die Kunden wollten, dass der Marktbegleiter in der Branche tätig sei und legten Wert auf besser ausgelastete Fahrzeuge und andere Synergien. Das Thema Sicherheit, das die Firma als Logistiker für sensible, hochpreisige und diebstahlgefährdete Produkte hatte, werde inzwischen nicht mehr als Alleinstellungsmerkmal gesehen. "Das ist eine Voraussetzung, um mitspielen zu dürfen."

Schwerpunkt Telekommunikation

In Deutschland und der Schweiz macht der Schwerpunkt Telekommunikation rund Dreiviertel des Geschäfts aus. "Wir haben einen Namen im Markt, den wir weiter ausbauen möchten", sagt Wortmann. "Unser Ziel ist, dass wenn es um Telekommunikation und Logistik geht, automatisch der Name VCK fällt." Dabei decke das Unternehmen eine Vielzahl von Dienstleistungen ab. Von der Beschaffung über die zentrale Lagerführung, das Zusammenstellen verschiedenster Materialien für einen Standort und den Transport dorthin. Von Düsseldorf aus werden bundesweit bis zu 50 Fahrzeuge disponiert. "Es geht aber auch um die sogenannte last mile logistic", betont Wortmann und meint damit, dass die Techniken, die das mobile Telefonieren und den mobilen Datenaustausch ermöglichen, angeschlossen und verbaut werden.

Improvisation und Flexibilität vor Ort

Das kann innerhalb eines Gebäudes oder auf einem Gebäude oder irgendwo in der freien Natur passieren. Meist geht es darum, Schaltschränke in unterschiedlichen Größen und Gewichten zum Installationsort zu bringen. "Wir setzen die Planung dafür gemeinsam mit unseren Kunden auf", erläutert der Experte. Es werden Kräne disponiert, Genehmigungen eingeholt, Straßensperrungen beantragt oder Lastenhelikopter eingesetzt. Künftig geschieht das mit einer neuen, für alle an der Kette Beteiligten transparenten IT, in einer geschützten Umgebung. "Das Ganze lebt aber von der Improvisation und Flexibilität vor Ort", sagt Wortmann. "Da gibt es die abenteuerlichsten Sachen." Zum Beispiel wenn das teilweise schwere und unhandliche Gerät auf oder in einen Kirchturm geschafft werden muss.

Hier ist die Maus, alles ist startklar

Dabei soll es aber nicht bleiben. Die Logistik der letzten Meile soll auf andere Industrien übertragen werden. Auch Hightech-Produkte wie Drucker-Scanner, Serverschränke oder Bankautomaten müssen zu ihrem Installationsort befördert werden. Es gibt Überlegungen, ebenfalls noch weiterführende Leistungen gemeinsam mit Partnern zu übernehmen. "In einigen Bereichen sind wir schon dabei, in diese Richtung zu gehen", sagt Wortmann. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Laptops und Notebooks zu konfigurieren oder Softwarepakete aufzuspielen. Das kann bis in die Büros der Endkunden gehen, nach dem Motto: Hier ist die Maus, alles ist startklar.

"Ein ganz normales Unternehmen sind wir nicht."

Das ist aber noch nicht alles. Im Bereich Cargoservices arbeitet die deutsche VCK als neutraler Handling-Partner für Speditionskollegen, speziell für Luft- und Seefrachtspediteure, sowie als Off Airport Handlingagent für etwa 35 Fluggesellschaften. "Neben dem, was klassischerweise ein Logistiker macht, machen wir aber auch Dinge, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben", sagt Wortmann. "Wir sind von Kunden angesprochen worden und haben uns gesagt: warum nicht?" Es werden Kunden-Webshops betrieben, komplette Dienstwagenpools oder Mobiltelefone und Simkarten verwaltet und die Abrechnungen den entsprechenden Kostenstellen zugewiesen. Die Düsseldorfer mieten im Rahmen des Facility Service auch Standorte für ihre Kunden an, richten Arbeitsplätze ein und besorgen - wenn gewünscht - sogar den Kaffee. Fazit Wortmann: "Ein ganz normales Unternehmen sind wir nicht."

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Datum

5. April 2016
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