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Unterwegs online: Welches Tablet ist das richtige für den Lkw?

Welches Tablet ist an Bord das richtige? Die Auswahl reicht von kleinen Modellen, die alles können, bis zu respektablen Zehn-Zöllern.

Die Tablets erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Kein Wunder, ermöglichen diese kleinen Computer ohne physische Tastatur doch ganz unkompliziert den Zugang zum Internet. Wie ein Smartphone ist ein Tablet stets auf "Standby". Das heißt, wer schnell die Bundesliga-Ergebnisse abrufen oder eine E-Mail beantworten möchte, muss nicht einmal warten, bis das Tablet gebootet hat. Auch als Bilder- und Filmebetrachter, zum Verfassen von Briefen und E-Mails, zum Chatten oder für Online-Banking bieten sich die Mini-Computer an.

Qual der Wahl bei Tablets

Wer auf der Suche nach einem neuen Gerät ist, hat allerdings die Qual der Wahl. Zahlreiche Typen buhlen um die Gunst der potenziellen Käufer. Abseits des iPad von Apple, das auf dem auch vom iPhone bekannten Betriebssystem iOS basiert und einigen Windows-Modellen beruhen die meisten Tablets auf dem Android-Betriebssystem.

Was  alle Kandidaten unabhängig davon auch unterscheidet, ist ihre Größe. Einerseits gibt es handliche Modelle, mit denen auch das Telefonieren funktioniert. Auf der anderen Seite stehen Geräte, die kaum kleiner als ein Netbook oder Ultrabook sind. Sie können daher Fotos, Videos und Webseiten wesentlich besser darstellen als ein kleines Modell. Wer vor einer Kaufentscheidung steht, wird sich daher zuerst fragen, welches Gerät für seine Zwecke am besten geeignet ist.

Die kleinsten Tablets, sogenannte Smartlets, sind gleichzeitig auch Smartphones. Da macht ein einziges mobiles Kommunikationsgerät gleich den ganzen Job. Das spart Geld für die Anschaffung. Es sind aber auch Kompromisse nötig. So haben diese Modelle in der Regel etwa fünf bis sechs Zoll große Touchscreens. Sie sind zum Telefonieren somit vergleichsweise groß. Umgekehrt wird der Besuch von Webseiten zum Mäusekino. Um dennoch eine gute Darstellung zu erreichen, ist daher ein möglichst hochauflösendes Display erforderlich.

Samsung Galaxy Grand mit geringer Bildschirmauflösung

Kein so gutes Bild liefert in der Hinsicht beispielsweise das Samsung Galaxy Grand, das zwar einen fünf Zoll großen Bildschirm an Bord hat. Dieser bietet jedoch lediglich eine Auflösung von 800 mal 480 Pixel an. Wesentlich besser gefällt dagegen das Samsung Galaxy Note 2 LTE, dessen 5,5 Zoll großer Touchscreen eine Auflösung von 720 mal 1280 Pixel anzubieten hat. Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern wird das Smartlet außerdem nicht nur über das berührungsempfindliche Display gesteuert. In Ergänzung liefert der Hersteller auch einen Stift mit, der die Eingabe vereinfacht.

Noch etwas größer als das Samsung Galaxy Note 2 LTE ist das Huawei Ascend Mate, das einen Touchscreen mit einer Diagonalen von 6,1 Zoll präsentiert. Dafür hat der Hersteller hier auf ein LTE-Funkmodul verzichtet, sodass die Besitzer des Geräts maximal mit UMTS oder HSPA+ unterwegs sind. Für viele Kunden mag das heute noch ausreichen, zumal der verwendete Vertrag oder die Prepaidkarte die LTE-Nutzung ohnehin nicht unterstützt. Dabei gilt es jedoch, auch den Blick in die Zukunft zu richten. Schließlich soll das Gerät einen längeren Zeitraum genutzt werden. Es empfiehlt sich aus dem gleichen Grund, bei Prozessor und Arbeitsspeicher auf eine aktuelle Ausstattung zu achten. Samsung und Huawei setzen beispielsweise schnelle Quad-Core-Prozessoren ein, während Pearl bei seinem 5,2 Zoll großen Simvalley Mobile SPX-12 glaubt, dass ein deutlich langsamerer Dual-Core-Prozessor vollkommen ausreicht.

HP Slate 7 gibt es ab 149 Euro

Wer bereits ein Handy oder Smartphone besitzt und ein "reines" Tablet sucht, das klein und leicht ist, aber dennoch ein größeres Display als Smartlets bietet, wird bei den Modellen mit sieben bis acht Zoll großen Bildschirmdiagonalen fündig. Ein günstiges Gerät stammt etwa aus den Repertoire von HP. Das Slate 7 Gerät wird für 149 Euro verkauft.

Wie bereits erwähnt, ist die Größe allein nicht entscheidend und sollte nicht das einzige Kaufkriterium bleiben. Bei näherer Betrachtung ist beispielsweise das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Slate 7 nämlich nicht mehr so gut, wie es auf den ersten Blick ausschaut. So verfügt der Monitor lediglich über eine Auflösung von 1024 mal 600 Pixel. Kleine Schriften werden somit unsauber dargestellt. Das nervt beim Lesen längerer Texte. Wer schon einmal mit einem solchen Modell ein elektronisches Buch heruntergeladen hat, weiß, wovon die Rede ist. Da wird schnell der Wunsch nach einer höheren Display-Auflösung laut.

Google Nexus 7 mit 1280x800 Pixel Auflösung

Für 50 Euro mehr gibt es das von Asus gebaute und von Google vertriebene Nexus 7, dessen Auflösung stolze 1280 mal 800 Pixel beträgt. Zudem hat das Gerät einen Quad-Core-Prozessor an Bord, während HP beim Slate 7 nur einen Dual-Core-Prozessor verbaut hat. Das mag beim Surfen im Internet oder beim Austausch von E-Mails nicht ins Gewicht fallen. Wer mit dem Tablet auch spielt und dabei aufwendigere Games wählt, dürfte schnell an die Grenzen stoßen.

Das HP Slate 7 verfügt intern nur über acht GB Speicherplatz. Das Nexus 7 bringt die doppelte Kapazität mit. Dafür lässt sich das HP-Modell mit Micro-SD-Speicherkarten aufrüsten, was beim Nexus 7 nicht vorgesehen ist. Auch das gilt es beim Tablet-Kauf zu berücksichtigen: Wie groß ist der interne Speicherplatz? Kann ich diesen gegebenenfalls mit externen Speicherkarten weiter aufrüsten?

Das "kleine Tablet" von Apple, das iPad-Mini, ist zu Preisen ab 329 Euro erhältlich. Obwohl es ein schlechteres Display als das Nexus 7 besitzt (1024 mal 768 Pixel), ist es deutlich teurer als gute Konkurrenzgeräte. Wer bereits ein iPhone oder einen iPod Touch besitzt oder ansonsten in der Apple-Welt zu Hause ist, wird dennoch möglicherweise zum iPad-Mini greifen. Das hat auch Vorteile. Wer auf allen Geräten die gleiche Apple-ID verwendet, kann Apps nämlich quer über alle Geräte nutzen.

Riesen-Tablets sind fast so groß wie kleine Laptops

Dann gibt es noch die Tablets mit einem zehn Zoll großen Display. Dazu gehören das "große" iPad von Apple, das Samsung Galaxy Tab 10.1 oder das Google Nexus 10 (ab 400 Euro). Abseits der fehlenden Tastatur sind diese Geräte fast so groß wie ein kleines Laptop oder Notebook. Sie bieten, sofern das Display auch über eine gute Auflösung verfügt, eine ordentliche Darstellung von Webseiten, Fotos und Videos.

Je nachdem, welche Anwendungen genutzt werden, kann ein zehn Zoll großes Tablet auch schon fast als Ersatz für ein Notebook dienen. Die fehlende eingebaute Tastatur lässt sich durch ein Bluetooth-Keyboard nachrüsten. Gute finden sich zu Preisen ab etwa 50 Euro im Fachhandel.

Allerdings sind die Zehn-Zöller nicht nur größer, sondern auch schwerer und teurer als die sieben Zoll großen Tablets. Zum Lesen elektronischer Bücher sind sie somit oft schon zu schwer. So ist das iPad-Mini mit 308 Gramm ein wahres Leichtgewicht. Das iPad 4 bringt dagegen mit 652 Gramm mehr als das Doppelte auf die Waage.

Smartlets haben in der Regel auch eine Mobilfunk-Schnittstelle an Bord, zumal die Geräte nicht nur als Micro-Tablet, sondern auch als Handy dienen. Somit lässt sich der Internetzugang wahlweise über WLAN oder über das Handynetz herstellen. Anders sieht es bei größeren Tablets aus. Vor allem die preiswerten Modelle verfügen oft nur über eine WLAN-Schnittstelle, nicht aber über ein Modem, mit dem sich auch GPRS, UMTS und LTE nutzen lassen.

Tethering hilft beim Gang is Internet

Wer den Aufpreis für ein Gerät mit Mobilfunk-Modem scheut, muss dennoch nicht auf den mobilen Internetzugang verzichten. So verfügen Smartphones oft über die Möglichkeit des sogenannten Tethering. Das heißt, Benutzer können mit dem Handy einen lokalen WLAN-Hotspot erzeugen und auf diesem Weg das Tablet mit dem mobilen Datenzugang versorgen. Dieser Vorgang ist auch für Technik-Dummies leicht zu bewerkstelligen, da eindeutige Menüs in einzelnen Schritten genau erklären, was zu tun ist.

Die Beispiele zeigen, dass es durchaus sinnvoll ist, Tablets in verschiedenen Größen auf dem Markt anzubieten. Wer seine mobile Kommunikation über ein einziges Gerät abwickeln möchte und als "Rechner" beim klassischen Laptop bleibt, wird die Smartlets mit ihren fünf bis sechs Zoll großen Bildschirmen schätzen. Nutzer, die ein mobiles Gerät suchen, das auch noch in der Jackentasche Platz hat, werden bei den Geräten mit sieben bis acht Zoll großen Displays fündig. Wer dagegen auch das Laptop ablösen möchte, wird den großen Bildschirm eines zehn Zoll großen Tablets schnell schätzen lernen, das Webseiten, aber auch Spiele, Videos und Fotos gut darstellt.

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© Techel

Datum

8. Juli 2013
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