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Unfallbilanz: Weniger tödliche Verkehrsunfälle

Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 3.600 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr.

"Die Zahl der Verkehrstoten war 2012 so niedrig wie noch nie seit 1950", sagt Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Im Vergleich zu 2011 nahm die Zahl der Verkehrstoten demnach um 10,2 Prozent ab. Damit mussten 2012 409 Menschen weniger ihr Leben lassen als im Jahr zuvor. Laut Destatis war die Zahl 2011 noch gestiegen. Langfristig sinke die Anzahl der Verkehrstoten jedoch stetig.

Die günstigste Entwicklung gab es nach Angaben von Destatis in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen. Mit 611 Toten verunglückten 2012 17,1 Prozent weniger im Straßenverkehr. Trotzdem war diese Gruppe laut Destatis am meisten gefährdet. Das Risiko für diese Altersgruppe sei mit 92 Getöteten pro eine Million Einwohner mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt (44 pro eine Million). Die Zahl der getöteten Kinder bis 15 Jahren sank demnach um 15,1 Prozent auf 73. Auch Senioren bewegen sich weniger gefährdet im Straßenverkehr, wenn auch die Zahl der Verkehrstoten über 65 Jahre laut Destatis nur um 4,8 Prozent auf 994 Personen sank. Mit 59 Getöteten pro eine Million Einwohner trägt diese Altersgruppe das zweithöchste Risiko.

In 20 Jahren 81,3 Prozent weniger tote Kinder

In den letzten 20 Jahren, so Destatis weiter, ist das Risiko im Straßenverkehr zu sterben gemessen am jeweiligen Bevölkerungsanteil für die Kinder am stärksten gesunken (-81,3 Prozent). In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen ging das Risiko demnach um 71,5 Prozent zurück, während sich das Risiko für Senioren nur um 59,7 Prozent verringerte.

Trotz aller Erfolge bei der Erhöhung der Verkehrssicherheit dürfe nicht vergessen werden, dass immer noch durchschnittlich zehn Menschen täglich im Straßenverkehr getötet und rund 1.000 verletzt werden, sagt Egeler. Die meisten Todesopfer gab es laut Destatis auf Landstraßen außerorts. 2012 verunglückten dort 59,8 Prozent aller getöteten Verkehrsteilnehmer – 2.151 Menschen. Auf Autobahnen starben laut Destatis 387 Menschen, bzw. 10,8 Prozen – davon fast die Hälfte wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Ford Transit Custom

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Fotolia/Sven Bähren

Datum

10. Juli 2013
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