Aral Autohof Geseke, FF 0611, Autohof 6 Bilder Zoom

Truckstop Geseke an der A 44: Nicht alles Wurst

Für die perfekte Bockwurst organisiert der Chef ein Casting, der zweite Kaffee ist für Lkw-Fahrer gratis und Parkgebühren sind bisher ein Fremdwort - in Geseke steht einer dahinter, der weiß, was Lkw-Fahrerinnen- und Fahrer wünschen.

Der Aral-Autohof Geseke besteht seit Mai 2000 an der A 44 und hat mit Peter Althaus seit September 2005 einen Pächter, der ein echter Überzeugungstäter ist: Althaus hatte früher selbst ein kleines Transportunternehmen mit vier Lkw. Deshalb nimmt seine Fahrertätigkeit immer noch Einfluss auf Entscheidungen. So wurde zum Beispiel eingeführt, dass es den zweiten Kaffee für Lkw-Fahrer gratis gibt.

Der Sanitärbereich wurde renoviert


Außerdem hat Althaus im Sanitärbereich für größere Badezimmer mit Waschbecken, Toilette und Dusche gesorgt, damit der Fahrer sich nicht vorkommt wie im Freibad. Eine Reinigungsfrau kümmert sich den ganzen Tag um die Sauberkeit. Das feste Mitarbeiter-Team ist seit der Eröffnung vor elf Jahren dabei und auf persönliche Ansprache und Kontakt zu den Fahrern wird viel Wert gelegt. Familiäres Gefühl und Herzlichkeit liegen im Autohof Geseke in der Luft. Das Autohofgeschäft lastet den heute 53-jährigen voll aus, sodass er sein Transportgeschäft 2008 aufgeben musste.

Die Kundschaft muss man verwöhnen

Wie wichtig es ist, Kundschaft, die körperlich hart arbeiten muss, nach Feierabend zu verwöhnen, weiß Althaus ganz genau. Deshalb müssen die Gerichte, die in Geseke auf der Karte stehen, den Gaumen erfreuen und für neue Energie sorgen. Alle frischen Speisen werden in der offenen Küche zubereitet. „Es gibt bei uns kein Tiefkühlfleisch, sondern nur Frisches vom Metzger. Ist eine Fleischsorte ausverkauft, greifen wir nicht einfach in die Tiefkühltrickkiste“, so Althaus, „das ist die gastronomische Herausforderung, so viele frische Produkte vorzuhalten, dass es reicht. Und ich achte auf Qualität, das ist das A und O.“ Wichtig ist es ihm auch, Produkte aus der Region zu verwenden. So gibt es zum Beispiel in der Saison heimischen Spargel aus Ostwestfalen. Ein ganz großes Thema war auch der ewige Klassiker: die Bockwurst. Die schmeckte dem Team nicht und kurzerhand mussten sämtliche Bockwursthersteller zum Casting antreten. Eine Blindverkostung führte so zur idealen Wurst, die alle mochten. Dieser und ähnlichen Aktionen des umtriebigen Chefs ist die Beliebtheit des Autohofes und damit auch der gute Dieselumsatz zu verdanken, der um 50 Prozent wuchs.

Wenn es seine Zeit erlaubt, mischt sich Peter Althaus auch immer wieder zu gemütlichen Gesprächen mit den Fahrern unter seine Gäste. Außerdem lässt er sich auch den Spaß nicht nehmen, hin und wieder persönlich mit der Kaffeekanne durch das Restaurant zu gehen, um seiner Fahrer-Kundschaft den Gratis-Kaffee einzuschenken.

Autor

Foto

André Sahorn

Datum

22. Juni 2011
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