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Truck Sport Hintergrund: Rallye Breslau: Breslau-Tour: Boxenstopp in Seesen

Außergewöhnliche Idee: Die neuen Macher der Rallye Breslau gingen auf Promotion-Tour. In Italien, Frankreich, Schweiz, Niederlande/Belgien, Tschechien, Polen und natürlich Deutschland wurde zu Infoveranstaltungen eingeladen und Filmisches Rallye Material präsentiert. 

Als letzter von zwei „Boxenstopps“ in Deutschland standen die Hallen von Brauwers Truck Sport in Seesen am Rande des Harz im Kalender. Überraschung: Uwe und Manni Ludolf waren da. Sollten die beiden „TV-Stars“ etwa vom Breslau-Virus infiziert sein? Als Starter der 2010er Ausgabe der Rallye Breslau gehörten sie jedenfalls zur Zielgruppe. Außerdem hatte Rallye Chef Henrik Strasser für die beiden Westerwälder eine Überraschung im Gepäck: Eine Zweitanfertigung der Rallye Breslau-Trophäe, die vermutlich von einem Fan noch während der Siegerehrung in Zagan „gemoppst“ wurde!Gastgeber Holger Brauwers nutzte die Rallye Breslau Präsenz für eine vorgeschaltete werbliche Veranstaltung für seinen Baumaschinen-Verleih. Trotz teilweise ungastlichen Wetters konnte er über den Tag nicht nur den Seesener Bürgermeister sondern auch rund 500 Gäste begrüßen.Nach diesem „Vorprogramm“ mit Rennwagen- und Oldtimer-Ausstellung, Rennsimulator und vielem mehr, gehörte der Abend den Rallye-Freaks. Eingeladen waren eingefleischte Rallye Breslau Veteranen und interessierte „vielleicht Zukunfts  Starter“. Die Idee dahinter ist laut Rallye Breslau Orgachef Henrik Strasser „...den Teilnehmern eine Möglichkeit zu geben, sich etwa zur Halbzeit zwischen den Rallyes zu treffen, zu quatschen, in Erinnerungen zu schwelgen.“ Und seitens des Veranstalters über Neuerungen mit Blick auf das kommende Jahr zu informieren, über kritische Punkte  außerhalb des Veranstaltungs-Stresses zu reden, Ideen und Wünsche aufzunehmen. Aha-Effekt: Nachdem Henrik Strasser die Schwierigkeiten seiner ersten „Amtsführung“ im Jahr 2010 mit Fehlinformationen, Behördenärger und Überraschungen wie zum Beispiel nicht informierten Waldarbeitern oder Strecken-Anliegern geschildert hatte war vielen Anwesenden klar, warum bestimmte Dinge nicht funktionieren konnten. „Wir arbeiten daran, dass so etwas wie kurzfristige Sperrungen im kommenden Jahr nicht mehr passiert. Wir werden aber immer mit Überraschungen leben müssen.“ So ist die Streckenerkundung der Rallye Breslau für 2011 fast abgeschlossen, und das Genehmigungsverfahren kann bereits jetzt eingeleitet werden. Mehr Zeit, mit den Behörden in Polen im Vorfeld kritische Punkte zu klären. 

Verbesserte Rallye Kommunikation

Ein zeitnahes SMS-System soll Teams und deren Service ab 2011 während der Rallye Breslau innerhalb weniger Minuten zum Beispiel über Verschiebungen im Zeitplan, aber auch über das Tagesergebnis sowie die Startposition und -zeit für den Folgetag informieren. „natürlich werden wir auch ganz konservativ Listen aushängen,“ beschwichtigt Strasser die Kritiker einer allzu modernen Lösung. Apropos: nach dem Ärger mit dem Zeitnahmesystem 2010 hat Strasser in ein eigenes System investiert. Das wird derzeit erprobt. Ärger besonders über ausbleibende Infos wie in diesem Jahr sollen damit aber der Rallye Breslau 2011 der Vergangenheit angehören. 

Ohne Mampf kein Kampf

„Der polnische Caterer hat einen guten Ruf. Und wir haben uns gedacht, wenn wir schon durch Polen fahren sollen auch polnische Unternehmen an uns partizipieren.“ Damit ist ein weiterer, heftig emotionaler Kritikpunkt des ablaufenden Jahres auf dem („Ess-“)Tisch. Die Lösung: Gerd Kastenmeier, Sterne-, Promi- und TV-Koch und - vor allem - langjähriger „Lila Q“ Rallye Breslau Starter, übernimmt ab 2011 den Kampf ums Mampf! Bei angebrachter Kritik erfolgt dann vermutlich Versenken der Catering-Küche im nächsten Rallye-Schlammloch....

Himmlische Nummer

Der Einsatz des mit einem Notarzt besetzten Hubschraubers hat sich bewährt. „Sechzehn Mal war der Hubi im Erste Hilfe-Einsatz, die längste Anreise dauerte gerade mal sieben Minuten,“ beschreibt Strasser den Einsatz des Miefquirls, der zwischendurch Film- und Fotobasis für wirklich geile Rallye Bilder war. Und für 2011 setzt Henrik Strasser noch einen drauf. Mit dem jetzt eingesetzten Hubschrauber konnte zwar der Arzt schnell zum Einsatzort gebracht werden, nicht aber mögliche Verletzte (die es Gottseidank auch so nicht gab) in Richtung Krankenhaus. Deshalb schwebt 2011 ein echter Rettungshubschrauber über der Rallye. „Die Sicherheit wird konsequent ausgebaut,“ so Strasser weiter. Deshalb soll auch die Starterzahl auf maximal 300 limitiert werden. 350 Team wie in diesem Jahr waren einfach zu viel.“

Kostenbremse

Hubschrauber, Catering, neue Zeitnahme, SMS-System - wird das nicht teuer? So häufige Fragen von Teilnehmern. „Nein, wir werden die Startgebühren nicht anheben,“ bescheinigt Orgachef Strasser den besorgten Startern. „Wir wollen auch beim Einsatz der ganzen Technik nie die familiäre Atmosphäre der Rallye-Breslau aus den Augen verlieren.“ Denn das sei schließlich die wahre Seele dieser Traditionsveranstaltung, die es zu bewahren gelte. 

Rallye rückwärts

Eine Überraschung holte Strasser erst zum Schluss aus dem Reiseköfferchen: Für 2011 ist die Rallye Breslau rückwärts geplant: Start in Breslau und zwar mitten in der Stadt  - Ziel auf der Augustusbrücke in Dresden! Mit einer Reihe neuer Streckenabschnitte dazwischen, aber auch altbekannter Orte wie Drawsko im Norden oder Zagan als vorletzte Etappe. „In die Details können wir erst nach den Kommunalwahlen in Polen Ende November eintreten,“ ist Strasser zuversichtlich. Und ein geiles Startgelände für Start und „Mini-Prolog“ in Breslau-City haben seine Späher auch schon ausgeguckt. Außerdem hat er ja die Unterstützung der Offiziellen der Breslau-Parnerstadt Dresden. 

Fazit: Die Rallye Breslau Promo Tour und der Zwischenstopp in Seesen waren eine gute Idee und ein Erfolg. Weitermachen!

Foto

Klaus-Peter Kessler

Datum

26. November 2010
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Fred Dremel, Experte für Sozialvorschriften für das Fahrpersonal im Strassenverkehr, Arbeitszeitrecht , Kontrollgeräte Fred Dremel Sozialvorschriften
Von 1980 bis 2013 Betriebsprüfer Arbeitsschutz in Aachen auf dem Gebiet Sozialvorschriften für… Profil anzeigen Frage stellen
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Arbeitsrecht
Ich bin Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Ich vertrete Arbeitnehmer und Arbeitgeber… Profil anzeigen Frage stellen