Rallye Dakar 2012 16 Bilder Zoom

Truck Rallye: Rallye Dakar 2012 - Loprais und Echter raus

Schrecksekunden in Etappe neun: Der Tatra von Loprais überschlägt sich bei hoher Geschwindigkeit und bleibt auf dem Kopf liegen. Totalschaden, aus!

Ales Loprais auf Rallye-Wolke sieben: Etappe acht gewonnen, Gesamt-Zweiter hinter Jan de Rooy und heute, am 10. Januar als Schnellster unterwegs, der Pazifik in Sicht  - und das auch noch am Geburtstag. Rallyefahrerherz, was willst Du mehr? Ausruhen! Okay, während einer neutralisierten Verbindungsetappe zwischen zwei gewerteten Abschnitten bei Kilometer 374 gibt Ales Loprais das Lenkrad an Beifahrer Petr Almasi ab. Loprais und Mechaniker Michael Ernst machen ein Nickerchen. Almasi verliert an einem Bahnübergang die Kontrolle über das Fahrzeug und fliegt von der Piste in eine Schlucht. „Ich wurde wach und schrie Petr an, doch der reagierte nicht. Der folgende Aufprall war heftig und riss sofort beide Vorderräder ab. Das Auto machte mehrere Saltos über die Vorderachse und bleib auf dem Dach liegen,“ schildert Ales Loprais die Schrecksekunden.

Zunächst schien es, dass die Insassen lediglich kleinere Blessuren erlitten haben. Doch dann mehrte sich der Verdacht auf schlimmere Verletzungen. Es dauerte über eine Stunde, bis ein Rettungshubschrauber eintraf und weitere zwei Stunden bis zum nächsten Krankenhaus in Iquiqe. „Ich habe zwei Wirbel gebrochen und Peter hat eine Gehirnerschütterung. Michael entging glücklicherweise dem Crash ohne Folgen," sagte Alex später, der zum Zeitpunkt des Unfalls an zweiter Stelle etwa drei Minuten hinter Gerard de Rooy unterwegs war.  Die Tageswertung ging an Miki Biasion (Team de Rooy) mit dem Iveco Trakker vor seinen Teampartner Hans Stacey und Gerard de Rooy. Und weil auch Pep Vila (5.) und Jo Adua (7.) ganz vorne mitmischten, kann das Petronas-Iveco Team der Holländer einen einzigartigen Erfolg feiern: gleich alle fünf Autos unter den ersten zehn!

Doppelführung für die türkisfarbenen Ivecos auch in der Gesamtwertung, wo nach dem Ausfall von Loprais Hans Stacey wieder auf Platz zwei hinter Gerard de Rooy geführt wird.  Für das Team um den Bayern Franz Echter läuft diese Exil-Dakar nicht gut. Ein Reifenplatzer bei 150 km/h warf die schnelle MAN-Truppe, bis dahin schnellste Vertreter ihres VEKA-Teams, in Etappe acht auf den siebzehnten Platz zurück. Am neunten Tag geriet der MAN-Prüfmeister dann in noch heftigere technische Probleme: Achsschenkel vorne links gebrochen. Ausfall! Echter-Kommentar: „War einfach nicht unsere Dakar. Kein Tag ohne große Probleme. Trotzdem Glück, dass wir beim Reifenplatzer bei 150 km/h und beim Achsschenkelbruch nicht abgeflogen sind. Diese Rallye mag mich einfach nicht!“ Schade.

Foto

loprais.cz

Datum

11. Januar 2012
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