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Truck Rallye: Rallye Dakar 2012 - De Rooy gewinnt Dakar

Ein Bein hätte Dakar-Sieger Gerard de Rooy sich heute nur noch selber stellen können. Und dann wäre sein tolles Team mit den türkisgrünen Iveco Trucks rettend zur Stelle gewesen. Die fuhren dann auch noch den letzten Tagessieg ein. Starke Leistung.

Keine Sentimentalitäten. Auch wenn die letzte Passage der Exil-Dakar mit ihrem Ritt entlang des Pazifik ein wenig an die traditionell letzte Etappe der klassischen Dakar entlang der Atlantik-Küste mit dem kurzen Abstecher landeinwärts zum Lac Rosé erinnerte: ein Schaulaufen wie früher war das hier nicht. Hier wurde entgegen der guten alten Tradition noch einmal in den Dünen gefightet.

War der gestrige Tag mit seiner vermutlich schwersten Etappe der Dakar 2012 überhaupt heftig und brachte den Führenden Gerard de Rooy wegen einer ausgefallenen Reifendruckregelanlage ausgerechnet im endlosen, tiefen Sand in mittlere Bedrängnis, An seiner souveränen Führung änderte auch der sechste Platz bei der vorletzten Etappe nichts. Die Tageswertung holten sich - nach Platz 40 am Vortag vermutlich mit viel Wut im Bauch - Kamaz-Fahrer Andrey Karginov und sein Team. Den zweiten Rang der Tageswertung sicherte sich der brasilianische Tatra-Fahrer André de Azevedo mit seiner besten Platzierung bei dieser Rallye vor Hans Stacey und Miki Biasion, die den Abstand aus Sicht des Team de Rooy zur Spitze klein hielten. Eine Minute hinter dem Fünften Mardeev kam dann der Reifendruck-gehandicapte Gerard de Rooy ein.

Heute dann das Schlussstück von Pisco nach Lima mit einer Verbindungsetappe von 254 und gewerteten 29 Kilometern. Noch einmal demonstrierte das Iveco-de Rooy-Petronas-Team seine Stärke: Sieger Miki Biasion, der damit in diesem Jahr drei Tageswertungen auf seinem Konto verbuchen konnte. Hinter Mardeev auf Platz drei Hans Stacey, Truck-Sieger der letzten klassischen Dakar und G. de Rooy auf Platz sechs. Pep Vila machte mit Platz zehn eine weitere Wertung unter den Top Ten. Lediglich Jo Adua, gestern eher mit einem unsäglichen Unfall statt schneller Fahrt im Mittelpunkt, punktete lediglich auf Platz 21 und damit weit abgeschlagen. Damit gewinnt das Team de Rooy/Rodewald/Colsoul die Lkw-Wertung der 33. Rallye Dakar 51 Minuten vor den Teamkameraden Stacey/van Goor/Der Kinderen. Der Kasache Ardavichus hält mit Platz drei das Kamaz-Fähnchen in diesem Jahr am höchsten.

Die Freude im de Rooy-Lager war natürlich groß, rollt Junior de Rooy doch damit in die siegreichen Reifenspuren seines Vaters Jan, der die Dakar 1987 gewonnen und den Rallyesport mit Lkw wie kein anderer geprägt hat. „der Sieg würde noch besser schmecken, wenn hinter dem Lenkrad eines der Kamaz Chagin gesessen hätte,“ kommentierte Gerard de Rooy seinen großen Erfolg.

Foto

Maindru Photo

Datum

15. Januar 2012
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