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Truck Rallye: Rallye Breslau - Ergebnisse mit Verspätung

Endlich liegen die „amtlichen Endergebnisse“ der 17. Rallye Breslau vor, zwei Wochen nach Ende von Europas größter Amateur-Rallye. Warum so spät? Gab es nicht ein hochmodernes Zeitmess-System?

TSM wollte wissen, warum und wo es gehakt hat. In der Spitze der Breslau-Orga ist Alexander Kovatchev für diesen Part verantwortlich. Hier seine Stellungnahme:„Das Problem waren nur die CPs. Start- und Zielerfassung haben perfekt funktioniert und mit absoluter Genauigkeit gearbeitet.

Für die CP-Erfassung waren Geräte da, die die Startnummer als Barcode scannen. Aber die Barcodescanner haben noch im Prolog irgendeinen Fehler gemacht, haben sich aufgehängt. Es wurde schon zu spät und zu riskant, um etwas Neues auszuprobieren. Also mussten wir auf „Plan B“ umschalten. Nach kurzer Beratung hat die Zeitmessfirma entschieden, die CPs mit den restlichen Zeitmessgeräten von TAG Heuer für Start und Ziel auszurüsten. Die CP-Posten, für die es kein solches Gerät gab, sollten ersatzweise Papierlisten führen.Die CPs in diesem Jahr waren von der Zahl her richtig viele. Die manuelle Eingabe von deren Mitschrieb in die Zeitmessdatenbank hat den Zeitmessleuten massive Mühe gekostet. Die Jungs sind durch die ganze Nacht kaum mit der Auswertung vom Vortag fertig geworden, und schon mussten sie ohne jeglichen Schlaf zum Start und Ziel der nächsten Etappe. So ging das sieben Tage lang. Das brachte die Verzögerungen ins Spiel. Ich muss den Zeitmessern hier ein ganz dickes Dankeschön aussprechen. Die haben einen Wahnsinns-Job gemacht.Nach der Rallye habe ich alle Daten von der Zeitmessfirma als Aufstellung bekommen. Anhand der Start-, Ziel- und CP-Listen haben wir zu Viert das ganze Rennen per Hand neu eingegeben und mit den Daten der Messfirma - über 25.000 Datensätze - verglichen. Jetzt stimmt und passt alles.

Probleme mit der Zeitmessung gab es auch in früheren Jahren. Als einer der oft führenden Teilnehmer kann ich das aus eigener Erfahrung sagen. In diesem Jahr habe ich persönlich jede Frage, jeden Protest oder Belange mit viel Sorgfalt und Verstand bearbeitet. Zum Schluss hat jeder Teilnehmer von mir eine Antwort und eine Lösung noch während des Rennens bekommen. Die Pannen sind für uns überhaupt kein Grund zur Schwarzmalerei. Denn egal, welche Zeitmessfirma ihr Debut bei der Breslau gibt, sie  geht beim ersten Versuch krachen! Die Veranstaltung ist einfach zu groß. Wir wollen neue Sachen einführen und haben aus den Fehlern gelernt. Bei der nächsten Breslau wird es noch besser.Apropos: Ich empfehle einen Blick auf unsere neue Website, nicht nur wegen der Ergebnisse. Es ist toll, was da abgeht. Ein echter Quantensprung in der Breslau-Geschichte: Mit über 10.000 Neubesuchern täglich, über 8 Millionen Klicks, seit die neue Webseite online ist und mit 1.200 Freunden im Facebook erst seit Mai 2011 - da haben wir alle Rekorde gebrochen. Und wir machen weiter!“

Klare Worte des Breslau-Co-Chefs, unter dessen „Oberhoheit“ im September die 18. Rallye Breslau in Budapest startet. Nächste Chance, die Fehler des Zeitnahmesystems auszumerzen. Im Netz unter www.rallye-breslau.com gibt es die kompletten Ergebnisse als pdf-Download. 

Foto

Georgi Stefanov

Datum

17. Juli 2011
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