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Truck Race und Rallye: Buggyra fährt 2014 zweigleisig

MAN im Truck Race möglichst oft ärgern und bei Rallye Raids die Kamaz-Armada "pieksen" – das sind die zentralen Herausforderungen des Buggyra Teams im neuen Jahr.

Das erweiterte Buggyra-Logo an der Wand des Prager Hotel Ambassador zeigt das neue Selbstbewusstsein: "Buggyra extreme 2014" prangt da. Und extrem ist es für die schnelle Truppe aus Roudnice schon bei der Saisonplanung. "Ich kenne kein anderes Projekt, das drei Top-Piloten in zwei verschiedenen Motorsport-Disziplinen vereint", blickt Teammanager Jan Kalivoda sichtlich stolz auf die neue Herausforderung mit seinem "Dream Team".

Hatte man als reines Truck Race Team nach dem Saisonfinale im Oktober Zeit bis zum nächsten Frühjahr, wartet jetzt schon Anfang Januar eine neue große Herausforderung in Form der Rallye Dakar auf die Express-Trucker. Personell ist man bestens gerüstet. Dabei fällt auf. Das Podium im Ambassador ist ausschließlich mit Männern besetzt – keine Spur von Ellen Lohr, die für die letzen Saisonrennen 2013 nach Roudnice gewechselt war aber glück- und glanzlos blieb.

Drei Renntrucks

Mit drei Racetrucks und den Piloten David Vrsecky, Adam Lacko und Michal Matejovsky sollen der MAN-Übermacht die Stirn – oder besser die Haube – bieten. Ist doch das "stärkste Team Tschechiens" (Buggyra über Buggyra) nach dem MKR-Ausstieg der einzige ernsthafte Herausforderer für die Löwen. Ein kleiner Blick zurück stärkt die Psyche: "Hahn, Albacete, Oestreich, Kiss and Vršecký sind die einzigen Namen, die in der vergangenen Saison immer die Startreihe eins bildeten," zieht Chefingenieur Robin Dolejš Bilanz. "Und wenn wir nicht irgendeinem fatalen Irrtum aufgesessen sind oder die FIA kurzfristig mit total neuen Regeln um die Ecke kommt, sind wir mit Sicherheit zur nächsten Saison gut aufgestellt." Adam Lacko ergänzt: "Außerdem sind wir 2014 ein Team ohne jede Sprachbarriere!"

Zweiter Rallye-Truck für Tests

Und mit weiterem Spitzen-Personal: Martin Kolomy, Fünftbester Trucker der Dakar 2013, soll mit dem neuen Buggyra-Tatra gegen die Kamaz und Ivecos anfliegen und rechnet sich gute Chancen aus. Dabei ist er nicht allein. Mehrere weitere CZ-Dakarteams nutzen den Gyrtech-Motor von Buggyra: Vrátny, Szutkowski, Ardavichus und Jaroslav Valtr (Liaz). Lediglich Vlastimil Vildman (Liaz) setzt auf einen herkömmlichen Motor, der aber von Buggyra getunt wurde. Und auch im Off Road-Geschäft peilt Buggyra eine mögliche Expansion an.

Ein zweiter Buggyra-Tatra ist bereits fertig und wird aktuell getestet. Er soll künftig ebenfalls ins Long-Distance-Rallyegeschehen eingreifen. Denn die eiligen Tschechen wollen sich nicht nur auf die Dakar beschränken. Weitere Rallyeeinsätze sollen folgen und das Rallyestandbein künftig stärker machen. Zuzutrauen ist den schnellen Jungs aus Roudnice dabei alles. Jetzt geht der Blick in die erste Januarwoche und auf die andere Seite der Erdkugel zum Dakar-Start in Santiago de Chile und zur Premiere des neu formierten Team Buggyra extreme.

Autor

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Buggyra

Datum

17. Dezember 2013
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