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Truck Race: Löwentanz in Albacete

Hahn zeigt sich erneut Bärenstark in Albacete. Doch der eigentliche Star des Tages ist Alexander Lvov, der als erster Russe ein Truck Rennen gewinnt.

Bereits im Qualifying schienen sich die Ereignisse aus Misano zu wiederholen. Jochen Hahn untermauerte mit drei Zehnteln Vorsprung auf den zweitplatzierten Renault von Markus Oestreich seine Topform und Ambitionen auf den ersten Sieg des Wochenendes. Hinter den beiden Deutschen teilten sich die zweite Reihe Albacete und Lacko, vor Bösiger und Vrsecky. 

Auch die beiden Allgäuer-MAN konnten sich für die Superpole qualifizieren und fanden sich auf den Plätzen acht für Stuart Oliver und neun für Alexander Lvov wieder. Pech hatte Uwe Nittel, der bereits im zweiten freien Training seinen MAN mit technischem Defekt auf der Strecke abstellen musste. Im Bernau-Zelt wurde noch kräftig geschraubt. Der komplette Antriebsstrang musste getauscht werden. Trotz einer perfekten Teamleistung schafften es die Bayern nicht mehr, den Truck rechtzeitig für das Qualifying fertig zu machen, womit Nittel nur die Möglichkeit blieb, das Rennen vom letzten Platz aus unter die Räder zu nehmen.

Schon beim Start des ersten Rennens ließ Jochen Hahn keinen Zweifel daran, dass er seine Siegesserie von Misano fortzusetzen gedachte. Einsam drehte der MAN in Black seine Bahnen und setzte sich von Runde zu Runde mehr von Oestreich ab. Somit war klar, dass Hahn außer einem technischem Defekt  auch am ersten Tag in Albacete nichts stoppen könnte.  Hinter Hahn sortierten sich die Renault MKR-Trucks von Oestreich und Lacko ein, die noch mit auf das Podium durften. Den undankbaren vierten Platz belegte Bösiger, der den Renault-Zug komplett machte. Insgesamt machten die Renault einen deutlich stärkeren Eindruck als noch vor zwei Wochen im italienischen Misano. Gegen die momentane Hahn-Dominanz war aber kein Kraut gewachsen. Die Bernau-MAN fuhren im ersten Rennen nicht in der Erfolgsspur. Der aktuelle Europameister Albacete konnte sich mit dem zehnten Platz gerade noch einen Punkt sichern. Nittel wurde aufgrund von Overspeed, was wohl an dem neu eingebauten Antriebsstrang lag, der noch nicht richtig justiert war, nachträglich aus der Wertung genommen.

Im Race zwei durften sich das Allgäuer-Team über eine komplett gelbe erste Startreihe freuen. Routinier Stuart Oliver ließ am Start nichts anbrennen und übernahm souverän die Führung vor seinem Teamkollegen Alexander Lvov, Vrsecky, Lacko und Hahn. Leider hielt die Führung nur eine halbe Runden, bevor der Brite mit gebrochener Bremsscheibe an die Box rollen musste. Lvov übernahm die Führung knapp vor Vrsecky, der enorm Druck auf den Russen machte. Lvov gönnte sich in seinem dritten Jahr in der Truck Race EM endlich ein richtiges Erfolgserlebnis. Meisterlich parierte er bis zur letzten Runde die Attacken von Buggyra-Fahrer Vresecky, blieb fehlerfrei und siegte als erster Russe überhaupt im Truck Racing. Hinter den beiden folgten Lacko, Hahn und Albacete. Nittel, der aufgrund der vorangegangenen Disqualifikation wiederum vom letzten Platz aus ins Rennen gehen musste, kam nach einer tollen Aufholjagd hinter Markus Bösiger noch auf den neunten Platz.

Foto

Dustin Schaber

Datum

5. Juni 2011
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