DEKRA Akademie Zoom

Transportwelt: Toys Company - eine Erfolgsgeschichte für alle

Jeder vierte Langzeitarbeitslose schafft hier die Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Eine Idee wird zur Institution: 2006 begann die DEKRA Akademie Norderstedt das Projekt Toys Company, bei dem Langzeitarbeitslose gebrauchtes Spielzeug sammeln und für bedürftige Kinder wieder aufbereiten. Inzwischen gibt es bundesweit 30 solcher Toys Companies, weitere sind in Planung. Das Erfolgsgeheimnis dieser unter realen Bedingungen arbeitenden Modellfirmen sind motivierte Mitarbeiter und gute Chancen auf einen beruflichen Wiedereinstieg: Jeder vierte Teilnehmer findet eine Stelle! Mit Vermittlungsquoten zwischen 25 und 30 Prozent liegen die Toys Companies deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Angebote. Andere Ein-Euro-Job Projekte, wie sie die ARGEn (Arbeitsgemeinschaften SGB II) der Städte und Gemeinden in Eigenregie oder zusammen mit freien Bildungsträgern anbieten, schaffen selten mehr als 15 Prozent. Dass gerade dieses Projekt der DEKRA Akademie vergleichsweise viele Menschen wieder in Arbeit bringt, liegt am Konzept. „Weil wir mit der Toys Company ein komplettes Unternehmen abbilden, kann jeder seine persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen“, sagt Heike Schmaland-Frunzke, Gesamtprojektleiterin der Toys Companies. In den Toys Companies sind rund ein Dutzend Berufe vertreten. Denn von der Akquisition der gebrauchten Spielsachen über ihre Instandsetzung und den Ver-trieb an die Empfänger bis hin zum Lager, zur Buchhaltung, zum Sekretariat und zur Gestaltung der Homepage wird alles selbst gemacht. Ein meist dreiköpfiges Team der DEKRA Akademie betreut die durchschnittlich 40 bis 60 Teilnehmer pro Jahr und Toys Company. Neben der Anleitung zur Arbeit bilden die Trainer die Langzeitarbeitslosen im Alter von 26 bis 58 Jahren gezielt aus und weiter und unterstützen sie bei ihren Bewerbungen und der Stellensuche. Etwa ein Viertel der Arbeitszeit ist der Qualifizierung für und der Suche nach einem „richtigen“ Arbeitsplatz gewidmet. Die große Bandbreite der Bildungsangebote bei der DEKRA Akademie sowie der Zugang zum DEKRA Arbeitsmarktportal sind dabei große Pluspunkte. Neben der Tatsache, dass die meist auf ein halbes Jahr befristeten Ein-Euro-Jobs gute Erfolgschancen und nicht nur einen weiteren „Parkplatz“ bieten, motiviert die Teilnehmer der Inhalt: „Es ist ein tolles und sinnvolles Projekt, das Kindern Freude macht und diese Freude kommt zu den Mitarbeitern zurück“, weiß Heike Schmaland-Frunzke. Dazu komme, dass die Arbeit als wichtig und sinnvoll empfunden - und dadurch das oft ramponierte Selbstvertrauen der Langzeitarbeitslosen gestärkt wird. Sinnvolle und kreative Arbeit, kombiniert mit fachkundiger Anleitung und kompetenter Förderung - das überzeugt auch die ARGEN. Und da die Zahl armer Kinder in Deutschland steigt, während Fördermittel für Kindereinrichtungen bestenfalls stagnieren, ist auch die Nachfrage nach kostenlosem Spielzeug ungebrochen hoch. Das Grundprinzip ist bei allen Toys Companies dasselbe: Das gebrauchte Spielzeug - vom Brettspiel über die Modelleisenbahn bis hin zu den Inlinern - beschaffen sie über Spendensammlungen durch persönliche Abholung, über Abgabestellen im eigenen Haus und bei Kooperationspartnern. Außer Plüschtieren, die aus hygienischen Gründen nicht genommen werden, reinigen, reparieren und ergänzen die Mitarbeiter fast alles. Sind die Spielsachen wieder funktionsfähig, werden sie an Krankenhäuser, Kinderheime, Jugendzentren, Frauenhäuser und Behinderteneinrichtungen verschenkt. Regionale Unterschiede bestehen bei den Kooperationspartnern oder Abnehmern, der Art der Materialbeschaffung und der Verteilung. Darüber hinaus haben sich einige Toys Companies auf eine bestimmt Zielgruppe spezialisiert. So gibt es ein reines Frauenprojekt, eine Modell-Firma, in der nur jugendliche Arbeitslose arbeiten, und eine Toys Company, die sich auf die Arbeit mit Migranten spezialisiert hat. Allen gemeinsam ist ihr Erfolg - messbar an glücklichen Kindern, zufriedenen Mitarbeitern und hohen Vermittlungsquoten.

Datum

5. Februar 2009
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