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Transportwelt: Flächenmangel: Kunze verlässt Karlsruhe

Speditionen und Kommunen sind leider nicht immer die besten Freunde. Besonders die Ansiedlungspolitik vieler Städte und Gemeinden macht der Branche zu schaffen. In Karlsruhe hat nun die Diskrepanz zwischen Stadt und Unternehmen zum Wegzug der Spedition Kunze geführt. Kunze war seit 48 Jahren in der Fächerstadt ansässig. An der Suche nach einem neuen Standort entbrannte der Streit, berichtet das Nachrichtenportal ka-news.de. Die Spedition Kunze war seit 2006/2007 auf der Suche nach geeigneten Geländeflächen und wollte alle Unternehmensaktivitäten an einem neuen Standort in Karlsruhe zusammenführen. Der Stadt gelang es jedoch nicht, ein geeignetes Gelände zur Verfügung zu stellen. „Das war für uns eine schwere Enttäuschung“, sagte Speditionschef Matthias Kunze laut ka-news. Die Verhandlungen mit der Stadt seien ohne Ergebnis verlaufen. „Wir wurden vertröstet und auf längere Zeit hingehalten oder sollten Gelände ohne Bebauungsplan und Baurecht erwerben“, sagte Kunze gegenüber ka-news. Auf Seite der Stadt vertritt man eine andere Ansicht: „Wir haben alles getan, damit die Firma Kunze hier in Karlsruhe bleiben kann“, sagt die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen. Es seien schwierige Verhandlungen gewesen. Doch die Stadt habe der Spedition im Jahr 2007 eine geeignete Fläche im Karlsruher Osten angeboten. Einzig der Gemeinderat habe noch einem Bebauungsplan zustimmen müssen. Aus Sicht Mergens sei die Firma zu ungeduldig gewesen und wollte die politische Entscheidung nicht abwarten. Laut ka-news hatten in der Vergangenheit expansionswillige Unternehmen in Karlsruhe vermehrt Probleme geeignete Flächen zu finden. Hintergrund ist, dass der Stadt oftmals günstige Flächen fehlen, die für Unternehmen geeignet sind (zum Beispiel mit Autobahnanschluss). Einige Firmen seien daher schon aus Karlsruhe abgewandert. Die Stadt will deshalb Abhilfe schaffen. So will man zum Beispiel Ackerflächen in Autobahnnähe zu Gewerbegebieten umwidmen. Für die Spedition Kunze kommen diese Aktivitäten allerdings zu spät. Bereits im April 2009 verlagerte das Unternehmen den Schwerpunkt seiner geschäftlichen Aktivitäten nach Karlsdorf-Neuthard. Im Juli 2011 werden auch die Lagerlogistikaktivitäten nachziehen. In Karlsdorf werden dann 200 Mitarbeiter und 90 Transportunternehmer beschäftigt sein.

Datum

14. Februar 2011
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