Transportwelt: Daimler erzielt Milliardengewinn

Daimler hat im vergangenen Geschäftsjahr rund 4,7 Milliarden Euro verdient. Im laufenden Jahr sollen die Gewinne vor allem im Nutzfahrzeugbereich weiter wachsen. Der Daimler-Konzern hat sich vom dürren Jahr 2009 gut erholt. Der Ebit lag bei 7,274 Milliarden Euro, der Konzernumsatz hat sich von 78,9 Milliarden im Vorjahr auf 97,8 Milliarden erhöht. Mehr als 40 Prozent des auf die Aktionäre entfallenden Ergebnisses sollen ausgeschüttet werden, nachdem der Konzern im Krisenjahr 2009 von einer Ausschüttung absah. „Unser Ziel ist es nun, das erreichte Erfolgsniveau nachhaltig zu sichern und wo immer möglich weiter zu steigern“ versicherte der Vorstandsvorsitzenden von Daimler, Dr. Dieter Zetsche, bei Vorlage der vorläufigen Zahlen 2010 in Stuttgart. Daimler Trucks steigerte seinen Absatz um 37 Prozent auf insgesamt 355.300 Fahrzeuge. Der Umsatz nahm um 31 Prozent auf 24 Milliarden Euro zu. Der Ebit lag bei 1,323 Milliarden Euro gegenüber 1,001 Milliarden im Vorjahr. Die Umsatzrendite stieg von -5,5 Prozent auf + %,5 Prozent.  Die Verbesserung des Ergebnisses führt Daimler auf die positive Absatzentwicklung in den Kernmärkten Europa, USA, Japan und Lateinamerika zurück. Trucks Nafta hat den Absatz des Vorjahrs um 25 Prozent gesteigert. Bei Trucks Europa/Lateinamerika und Asien lag der Zuwachs bei über 40 Prozent. Noch stärker als der Absatz ist laut Daimler der Auftragseingang gestiegen und zwar um 50 Prozent auf mehr als 370.000 Fahrzeuge.  Die Tirade-Märkte hätten jedoch das Niveau des Jahres 2007 bei weitem noch nicht wieder erreicht, versicherte Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber. Einen weiteren Beitrag leisteten laut Dr. Dieter Zetsche Maßnahmen zur Kostensenkung und die Neuausrichtung von Daimler Trucks North America sowie Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corperation. Bei Daimler Buses seien im Jahr 2010 viele der Kernmärkte  rückläufig gewesen. Dennoch liege der Zuwachs beim Absatz bei 20 Prozent. Den entscheidenden Einfluss auf das Plus habe die gestiegene Nachfrage nach Busfahrgestellen in Lateinamerika gehabt. Gleichzeitig haben laut Bodo Uebber Rückgänge in Westeuropa und  Nordamerika zu einem schwachen Komplettbus-Geschäft geführt. Umsatz und Ergebnis wuchsen hingegen langsamer als der Absatz. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 4,6 Milliarden, das EBIT um 17 Prozent auf 215 Millionen Euro. Dafür verantwortlich ist laut Dr.Dieter Zetsche der Umstand, dass das Geschäft mit Fahrgestellen in Lateinamerika umsatzschwächer ist als der Verkauf von Komplett-Bussen. Eine deutliche Ergebnisverbesserung verzeichnet der Konzern ebenso bei den Lieferwagen und Transportern. Mercedes-Benz Vans steigerte das EBIT von 26 auf 451 Millionen Euro. Die Umsatzrendite liege auf „einem guten Wert“ von 5,8 Prozent, so Bodo Uebber. Das Ergebnis sei nach den starken Einbrüchen „durchaus bemerkenswert“. Positiv auf das Ergebnis hätten sich neben der Absatzentwicklung auch nachhaltige Effizienzsteigerungen ausgewirkt. Der Absatz der Modelle Sprinter, Vario, Vito und Viano ist um 35 Prozent auf 224.000 Fahrzeuge gestiegen. In Nordamerika verkauft Daimler den Sprinter seit Anfang 2010 unter den Marken Mercedes und Freightliner über rund 140 Händler. Der Absatz im vergangenen Jahr lag dort bei 13.300 Einheiten. Im chinesischen Markt hat Mercedes im letzten Jahr 12.200 Fahrzeuge der Modelle Vito und Viano verkauft. 10.700 Fahrzeuge davon stammen aus lokaler Produktion. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern Daimler ein eher etwas schwächeres Wachstum als im Jahr 2010. Der Konzern setzt vor allem auf die positive Marktentwicklung in Europa und der Nafta-Region. In Brasilien sei mit einer Stagnation des Marktes zu rechnen. Bei den Transportern geht Daimler in Europa von einem Plus von vier bis sechs Prozent aus und  in den USA im zweistelligen Bereich. Impulse erhofft sich der Konzern vor allem von den neuen Generationen des Vito und Viano.  Zudem soll in diesem Jahr der Sprinter in China eingeführt werden. Bei den Bussen rechnet Daimler mit einem Absatz in der Größenordnung von 2010.

Datum

16. Februar 2011
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