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Transportmarkt-Barometer: Branche erwartet steigende Preise

Die Transport- und Logistikbranche geht davon aus, dass Preise in den meisten Märkten steigen werden.

Die Nachfrage nach Transportleistungen werde künftig stagnieren. Das sind Ergebnisse einer Branchenbefragung von Progtrans und ZEW zur Entwicklung der Transportmärkte und -preise in Deutschland für das nächste halbe Jahr.

Demnach gehen die rund 250 befragten Spitzenkräfte der Transport- und Verladenden Wirtschaft mehrheitlich davon aus, dass die Nachfrage im Straßengüterverkehr und im Kombinierten Verkehr überwiegend gleichbleibt. Im klassischen Schienengüterverkehr und in der Binnenschifffahrt stehen trübe Zeiten an. Hier rechnen die Experten mit rückläufigen Mengen. Bei den KEP-Diensten und in der Luft- und Seefracht spekulieren die Befragten mit steigender Nachfrage.
Überwiegend einig ist sich die Branche darin, dass in den meisten Märkten die Preise steigen werden.

Sehr verhalten schätzen die Befragten das Lkw-Aufkommen ein. In den ersten zehn Monaten 2012 ist der Lkw-Transport auf deutschen Straßen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent zurückgegangen. Deutsche Lkw haben im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 mehr als fünf Prozent eingebüßt. Die Hälfte der Experten rechnet für das kommende Halbjahr mit stabilen Transportmengen. Ein Viertel geht von einem leichten Rückgang aus.
Rund 40 Prozent gehen für die nächsten sechs Monate von stabilen oder leicht steigenden Preisen aus. Kostentreiber im Straßengüterverkehr ist neben dem steigenden Dieselpreis vor allem der zunehmende Fahrermangel. Ob eine Kostensteigerung auch zu einer Preissteigerungen führt, werde sich allerdings erst noch erweisen, so die Meinung der Experten.

Im Kombinierten Verkehr erwarten 60 Prozent der Befragten für die nächsten sechs Monate in Westeuropa stabile Transportmengen. Rund 65 Prozent gehen für den innerdeutschen und Osteuropa-Verkehr von gleichbleibenden Mengen aus. Die Stimmung im KV sieht recht gut aus, allerdings spüre man laut Progtrans/ZEW nur wenig von der Dynamik der letzten Jahre. Nicht nur die Mengen, sondern auch die Preise sollen nach Experten-Einschätzung gleichbleiben. Nur wenige gehen von steigenden Preisen aus. Mit sinkenden Preisen rechnet so gut wie niemand.

Susanne Spotz, ETM online

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4. Dezember 2012
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