Werlte Emsland, trans aktuell läuft, Diskussion, Trailer-Forum Zoom

trans aktuell läuft: Alles ist in Bewegung

Die Diskussionsrunde beim trans aktuell-Lauf bei Krone in Werlte zeigte, dass in der Branche auch sonst einiges in Bewegung ist. Ob veränderte Lkw-Maße oder Euro 6 – es tut sich was.

Dass der trans aktuell-Lauf jede Menge Bewegung mit sich bringt, versteht sich von selbst. In der Anschließenden Diskussionsrunde drehte sich daher zunächst einmal alles um das Thema Gesundheit. "Unsere Mitarbeiter liegen uns am Herzen und Bewegung ist Leben", erklärte dazu Uwe Sasse, Geschäftsführer Technik und Entwicklung bei Krone.
Da konnte Joachim Fehrenkötter, Geschäftsführender Gesellschafter von Fehrenkötter Transport & Logistik, nur zustimmen. Als Vorsitzender der Hilfsaktion Doc Stop liegt ihm dabei aber noch ein anderer Aspekt am Herzen: "Was machen Fernfahrer, die auf Ihrer Tour krank werden?" Augen zu und durch sei da der falsche Weg – nicht zuletzt, weil das im Straßenverkehr auch gefährlich werden kann. Daher setzt sich Doc Stop dafür ein, dass Die Fahrer auch unterwegs medizinische Versorgung erhalten. 700 Mediziner mit für Lkw geeigneten Parkplätzen haben sich der Initiative bereits angeschlossen. Weitere sollen folgen.

Krone unterstützt Doc Stop

Unterstützung erhält Doc Stop dazu bereits seit Beginn an vom Trailerhersteller aus Werlte. "Schließlich haben viele Fahrer nicht die Möglichkeit, nach Feierabend zum Hausarzt zu gehen. Dabei halten sie unsere Wirtschaft am Laufen. Da ist es folgerichtig, wenn wir auch wieder etwas zurückgeben", erklärte Sasse. Da konnte sich auch Gerhard Reger, Fuhrparkleiter der Konstanzer Spedition Transco Süd nur anschließen. "Zwar kommen unsere Fahrer ein bis zwei mal die Woche nach Hause. Es ist aber gut zu wissen, dass unsere Mitarbeiter im Notfall eine Anlaufstelle haben", sagte er. Da konnte auch Wolfgang Thoma, Geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Ansorge nur beipflichten: "Auch wenn unsere Fahrer abends daheim sind, da wir stark auf den Kombinierten Verkehr setzen. Ein solcher Service sei aber auch wichtig, wenn Jugendliche für den Beruf des Fernfahrers begeistert werden sollen."

Eher weniger Freude kommt hingegen bei der geplanten Änderung der Lkw-Maße hin zu mehr Aerodynamik auf. Natürlich sind die Spediteure grundsätzlich nicht abgeneigt, mehr Sprit zu sparen. "Bei Transco Süd setzten wir schon heute unter anderem auf optimal eingestellte Spoiler, um den Verbrauch zu reduzieren", erzählte Reger. Kopfzerbrechen bereitet den Praktikern allerdings der Umstand, dass die teile beweglich sein müssen und bei Stillstand ohne Überstand anliegen müssen. "Für den Kombinierten Verkehr sind diese Flügel am Trailer vollkommen unbrauchbar", urteilte Thoma. Und in allen anderen Fällen wird der Laderaum beschnitten, beklagte Reger. Daher versprach auch Krone-Mann Sasse, dass sich die Emsländer gemeinsam mit dem Verband der Automobilindustrie für eine praktikablere Lösung einsetzen werden.

Bereits ausgereift sind hingegen die Euro-6-Motoren. Zu diesem Schluss kommt Joachim Fehrenköttter, der von allen Herstellern entsprechende Fahrzeuge im Fuhrpark hat. Insbesondere der Actros von Daimler und der Volvo FH hätten dabei beweisen, dass die Euro-6-Lkw sogar sparsamer als die vergleichbaren Euro-5-EEV-Modelle sind. Für ihn ist das der bislang größte technische Fortschritt in seinem Spediteursleben. Wobei sicherlich auch hier nach wie vor Bewegung drin ist.

Portraits

Autor

Foto

Thomas Küppers

Datum

30. April 2013
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