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Thüringen: Gewerbe lehnt gesetzlichen Mindestlohn ab

Das Transportgewerbe in Thüringen lehnt weiterhin einen gesetzlichen Mindestlohn ab.

Das Gewerbe befürchtet nach Angaben des Landesverbands Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV), dass kleine und mittelständische Unternehmen durch einen gesetzlichen Mindestlohn „die Zeche des gegenwärtigen Koalitionspokers bezahlen müssen“. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro werde gravierende Folgen für das Gewerbe haben. Bei Umsatzrenditen von 0,5 bis 1 Prozent und weniger seien keine Reserven für gravierende Lohnerhöhungen gegeben. Dem Gewerbe ist es laut LTV darüber hinaus nicht möglich, die höheren Personalkosten auf Kunden abzuwälzen. Zudem fürchtet der LTV, dass die Konkurrenz aus Osteuropa, die zunehmen könnte, nicht ausreichend kontrolliert werde. Die Kontrollen des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) seien wegen angeblichen Personalmangels völlig unzureichend.

Vor eventuellen Zusagen sollten sich die Parteien nach Ansicht des LTV über die tatsächlichen Verhältnisse und Möglichkeiten sachkundig machen.

Susanne Spotz, ETM online

Autor

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Thomas Küppers

Datum

18. Oktober 2013
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