MAN e-Truck-Vorstellung in München Zoom
Foto: Carsten Nallinger

TGS-Sattelzug und TGM 6x2 als E-Variante

MAN setzt auf Elektromobilität

Der Fahrzeugbauer MAN hat in München Lösungen für reinelektrische Güter- und Personentransporte vorgestellt. Die ersten Elektro-Fahrzeuge auf Basis eines TGM sollen noch in diesem Jahr an Kunden aus Spedition und Werkverkehr gehen.

Erste Eindrücke vom Engagement in Richtung E-Mobilität vermittelte dabei eine TGS 4x2-Zugmaschine mit 18 Tonnen zulässigem Gesamgewicht in Kombination mit einem leichten ein- oder Zwei-Achs-Sattelauflieger. Der TGS hat einen 350 KW starken Elektromotor an Bord, der 3.500 Newtonmeter Drehmoment an die Antriebsräder schickt. Ebenso zu sehen war ein Soloverteiler-Fahrgestell in 6x2-Ausführung. Der 26-Tonner auf Basis eines TGM bringt es MAN zufolge auf eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern und verfügt über einen Elektromotor mit gleicher Leistung wie der TGS.

Elektrobus soll Ende 2019 in Serien gehen


Was elektrisch betriebene Stadtbusse angeht, kündigte MAN an, dass ab 2018 eine Testflotte in mehreren europäischen Städten Fahrt aufnehmen soll. Dazu würden Entwicklungspartnerschaften mit Hamburg, München und Wolfsburg geschlossen. "Die Serienproduktion eines zu 100 Prozent elektrisch angetriebenen Stadtbusses wird schon Ende 2019 starten", hieß es.

Elektro-TGM sollen bis Jahresende in Kundenerprobung gehen

Beim Gütertransport auf der letzten Meile soll es schon vorher losgehen. MAN-Vorstandschef Joachim Drees bekräftigte, dass Ende dieses Jahres ersten Kunden in Österreich ihre Fahrzeuge zu Erprobungen ausgeliefert werden sollen. Projektpartner von MAN ist der Council für nachhaltige Logistik (CNL). Dem CNL gehören 15 Unternehmen, darunter Logistiker wie Gebrüder Weiss und Schachinger sowie Handelsketten wie Hofer (Aldi) oder Metro, an. Neun Kunden sollen in diesem Jahr zum Zuge kommen und mit Elektro-Lkw der Baureihe TGM ein Jahr lang Erfahrungen mit unterschiedlichen Einsatzprofilen und Fahrzeugkonfigurationen sammeln. Für 2020 plant der Hersteller dann eine Kleinserie in der Größenordnung "250 + X", im Folgejahr soll die Serie starten.

"Wir werden nur zuverlässige Elektrofahrzeuge im Programm haben, die voll und ganz den Bedürfnissen von Verkehrsbetrieben und Speditionen entsprechen", versicherte Drees. "Damit wollen wir eine führende Rolle unter den europäischen Herstellern von Elektrofahrzeugen spielen", sagte er.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Datum

25. Juli 2017
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