Test: Winterreifentest: Alles im Grip

Nicht jeder Winterreifen taugt für jeden Einsatzzweck. Sechs Fabrikate mussten ihr Talent auf Schnee, Nässe und Trockenheit beweisen. Mal geht es mit dem Kastenwagen über die Landstraßezum Kunden in entlegene bergige Gegenden, mal mit der Familie und dem Van in den Winterurlaub. Zwar zeigte sich der Winter im vergangenen Jahr von seiner sanften Seite, plötzliche Wetterumschwünge mit Schneetreiben und Blitzeis blieben dennoch nicht aus. Und die Straßenverkehrsordnung fordert: „Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen.“ Winterreifen sind also trotz Klimawandel angesagt.

Für die M+S-Spezialisten gibt es noch genug Aufgaben. Vor allem sollten Winterreifen mehr können, als nur Schneeglätte und - mit Abstrichen - auch Glatteis in Griff zu bekommen.  Tests auf Schnee und Nässe Bei Temperaturen nur knapp über der Frostgrenze ist ein hohes Haftpotenzial ebenso auf nassen Straßen gefordert - ein höheres zumindest, als von den aushärtenden Sommerpneus zu erhoffen wäre. Allerdings lassen Winterreifen mit bestem Grip sowohl auf Schnee wie bei Nässe und Trockenheit weiter auf sich warten. Strenge Zielvorgaben bei Tragkraft, Abriebfestigkeit und ollgeräusch grenzen den allzu geschmeidigen Zugriff der Profilklötze. Das zeigt auch der Test von TRANSPORTER MAGAZIN mit erst mals im Test : die Neuen Winterre ifen von Conti und Goodyear sechs Reifen für Mercedes Sprinter und VW Crafter.

Welche Winterreifen mogeln sich also am besten über die Zielkonflikte hinweg? Neben bewährten Typen wie Dunlop SP LT 60, Michelin Agilis Vredestein Comtrac Winter sind auch die Saisonneulinge Continental Vanco Winter 2 und Goodyear Cargo Ultra Grip 2 mit von der Partie.

Erstes Ziel sind hohe Haftwerte auf Schnee. Pirelli, Conti und Dunlop werden dieser Vorgabe am besten gerecht. Zumindest gute Resultate bei den Nasstests dürfen nicht fehlen;erst so werden die M+S-Pneus auch zur sicheren Allround-Bereifung für das winterliche Flachland. Im Kasten unten werden beide Präferenzen - Wintereignung alpin und allround - benotet.

Den Test gewinnt der Conti. Daneben beweist auch der Dunlop in beiden Kriterien hohen Standard. Beim Pirelli als Erstem der Alpinwertung hält die Haftmischung auf Nässe nicht, was sie auf Schnee verspricht. Genau seitenverkehrt das Urteil zum neuen Goodyear: Die Nass- und Trockentests absolvierte er souverän als Bester; Anfahr-Traktion,  Beschleunigung und Bremsvermögen auf Schnee erbrachten dagegen eher zweitklassige Leistungen. Ausgewogene Resultate auf mittlerem Niveau kann der Vredestein vorweisen.

Seine langjährige klare Stellung als Schneeprofi hat der Michelin Agilis Snow-Ice - im Handel schon seit 1998 - hier verloren. Beim Schneestart zieht er zwar kräftig an, die Antriebskraft lässt sich beim Beschleunigen aber nur schlecht dosieren. Mehr noch fällt auf Nässe seine Bremsschwäche ins Gewicht. Eine gemischte Bilanz Conti und Dunlop setzen in der Größe 235/65 R 16 C den Maßstab für vielseitig nutzbare Winterreifen.Der Pirelli taugt für Fahrten in hochwinterlichen Regionen besser als für das regenreichere Flachland - einschränkend ebenso der Michelin.Der Goodyear eignet sich mehr noch für den Flachlandwinter als für intensiven alpinen Einsatz. Der Vredestein geht - mit Abstrichen bei den Schneeleistungen - als ein universell nutzbarer Winterreifen durch. Den Test im Überblick finden Sie

Datum

22. Juni 2009
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