Test: Neuer Pick-Up von Peugeot

Auf Basis des Peugeot 207 stellen die Franzosen fernab der Heimat einen Pick-Up auf die Räder, der mit einer dreiviertel Tonne Nutzlast im Land des Sambas auf die Reise gehen soll. Zwischen 15.000 und 21.000 Euro kostet die brasilianische Transport-Variante des 207, gebaut wird der Hoggar im Peugeot-Werk nahe Rio de Janeiro. Der Markt in Südamerika ist vielversprechend, die kleinen und vielseitigen Pick-Ups stehen hoch im Kurs. Sie haben einen deutlich größeren Anteil am rapide wachsenden Automarkt Brasiliens als bei uns. Gut vier Prozent alle neu zugelassenen Autos dort haben die Form des praktischen Lademeisters, fast 3,4 Millionen Fahrzeuge wurden im 190-Millionen-Einwohnerstaat im vorigen Jahr verkauft. Drei Versionen bietet Peugeot für den Latino-Pick-Up an. Basis ist der Hoggar X-Line mit einem 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner, der landestypisch auch mit Äthanol betrieben werden kann. Er leistet 59 kW/80 PS und kann, je nachdem, welcher Brennstoff verwendet wird, auch zwei PS mehr haben. Den gleichen Motor gibt es im Hoggar XR, der mit einer besseren Ausstattung nicht nur den Handwerker sondern gleichermaßen den Freizeitsportler oder Hobby-Gärtner ansprechen soll. Das Spitzenmodell, der Hoggar Escapade, bekommt einen Zweiliter-Vierzylinder, seine Leistung liegt bei 81 kW/110 PS. 1.551 Liter Volumen bietet die Ladefläche bis zur Oberkante der Bordwand, im Zubehörprogramm finden sich verschiedenste Aufbauten, von der soliden Abdeckung, die empfindliches Ladegut für den wolkenbruchartigen Regenfällen des Landes schützt bis zur Kabine, die das Transportvolumen deutlich steigert. 742 Kilogramm darf die Basisversion des Hoggar aufladen, die besser ausgestatteten Varianten kommen aufgrund des höheren Eigengewichtes nur auf 660 beziehungsweise 650 Kilogramm. An eine Ausweitung des Programms oder gar einen Export nach Europa denkt Peugeot nicht. Auch ein Allradantrieb, wie ihn viele seiner Wettbewerber bieten, ist nicht in Planung, selbst wenn der Name des Peugeot-Lasters auf Geländetauglichkeit hinweist. Zu aufwendig wäre die Homologation für unsere Märkte, die Erfolgsaussichten stünden im ungünstigen Verhältnis dazu. Gewiss wartet man aber auf das Abschneiden des VW Amarok bei uns. Wenn der den Pick-Up-Markt in Deutschland tatsächlich so beleben sollten, wie es die Nutzfahrzeugesparte des Konzerns erwartet, dann könnten die Franzosen letztlich doch ins Grübeln kommen.

Datum

7. Juni 2010
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