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Transportwelt: Mehrere Versuchsreihen fahren

Drei Fahrzeugtypen sollen am geplanten Feldversuch mit verlängerten Lkw teilnehmen. Dafür macht sich Spediteur Klemens Große-Vehne stark. Er schlägt Euro-Combis mit 25,25 und 26,5 Metern sowie einen 15-Meter-Sattelauflieger vor. trans aktuell.de: Herr Große-Vehne, 2011 soll ein deutschlandweiter Feldversuch mit Lang-Lkw starten. Warum wollen Sie diesen Testlauf unterbinden? Große-Vehne: Ich möchten diesen Testlauf in keinster Weise unterbinden. Grundsätzlich bin ich für jede Innovation offen und halte diese für überprüfenswert. Mir geht es nur darum, sauber zu klären, was für die Ökonomie und Ökologie das Beste ist. Deshalb plädiere ich dafür, dass wir mehrere Versuchsreihen durchführen. Zum Start kommen sollten sowohl Euro-Combis mit 25,25 Metern als auch solche mit 26,5 Metern. Zusätzlich sollte der 15-Meter-Auflieger antreten, den man gut im Kombinierten Verkehr und im Systemverkehr einsetzen könnte. Sie wollen drei Fahrzeugtypen auf einmal? Ja, weil jedes Fahrzeug seinen speziellen Einsatzzweck hat. Beispiel 26,5-Meter-Zug: Er könnte drei Wechselbrücken à 7,45 Meter auf einmal befördern. Diese Fahrzeuge könnten gut in Hubverkehren eingesetzt werden. Ich denke an die Hubs der Stückgutkooperationen oder der Systemdienstleister, die sich in unmittelbarer Autobahnnähe befinden. Jede Nacht fahren in Deutschland 13.000 bis 14.000 Wechselbrückenzüge, ein nicht unbedeutender Anteil könnte durch Euro-Combis mit drei Wechselbrücken ersetzt werden. Und warum muss der 15-Meter-Auflieger unbedingt dabei sein? Man könnte Erkenntnisse sammeln, welche Vorteile dieser Sattelzug im Vergleich zum Gliederzug hätte - besonders beim Transport von zwei Wechselbrücken à 7,45 Meter. Ich bin mir sicher: Wir hätten positive Effekte sowohl bei der Sicherheit als auch beim Handling, zudem bekämen die Unternehmen leichter Fahrer. Auch von der Kostenseite her ist der Sattelzug günstiger als der Wechselbrückenzug. Ist das nur Ihre Meinung? Keineswegs. Der 15-Meter-Auflieger ist äußerst beliebt. Unternehmen, die den so genannten Big Maxx bereits im Rahmen von Ausnahmegenehmigungen einsetzen, berichten, dass bei ihnen diverse Jumbo-Hängerzüge durch den 15-Meter Auflieger ersetzt wurden. Ich bin überzeugt, dass die meisten Jumbozüge von der Straße verschwinden würden, wenn wir den 15-Meter-Auflieger hätten.  Sie haben sich bereits in anderer Funktion für dieses Fahrzeug stark gemacht - als Verantwortlicher beim Trailerhersteller Kögel. Haben Sie dort noch Einfluss? Ich habe keinerlei Verflechtungen zum Hause Kögel und spreche nur für die Spedition Große-Vehne. Damals wie heute bin ich von diesem Fahrzeug überzeugt. Leider war das Kontingent auf 300 Ausnahmegenehmigungen beschränkt, sonst wären viel mehr verlängerte Auflieger in den Markt gekommen. Vielleicht würde man den 15-Meter-Auflieger heute noch fünf bis acht Zentimeter länger bauen, um das Handling der beiden Wechselbrücken zu vereinfachen und um mehr Industriepaletten laden zu können. Ein ausführliches Interview mit dem Unternehmer lesen Sie in der neuen trans aktuell-Printausgabe (17/2010) auf Seite 4. Hierkönnen Sie das Fachblatt bestellen.

Datum

28. Juli 2010
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