Fahrbericht: Fiat Doblò Cargo Zoom

Test: Fahrbericht: Fiat Doblò Cargo

Für einen Lieferwagen sieht er fast schon unverschämt gut aus. Während der Fiat Doblò Cargo der ersten Generation durch eher funktionales Design gekennzeichnet war, erfreut die Neuausgabe mit markanter Front, dynamisch ansteigender Seitenlinie und Farben im Innenraum. Der verlängerte Radstand und die im Falle des Testwagens teillackierten Stoßfänger kommen ihm optisch nochmals zu gute.
 
Aber bei den Nutzfahrzeugen zählen bekanntlich die inneren Werte, und auch die können sich beim Doblò Cargo Maxi sehen lassen: Gegenüber der Basisausführung gewinnt er 35 Zentimeter Länge und 0,8 Kubikmeter Laderaumvolumen. Entscheidet man sich gegen die serienmäßige Stahltrennwand und ordert den klapp- und versenkbaren Beifahrersitz (Aufpreis 140 Euro), schluckt der lange Doblò bis zu 4,6 Kubikmeter Fracht und Ladegut bis zu einer Länge von 3,40 Meter.
 
Bleibt noch die Frage der Nutzlast des großen Kleinen. Fiat verspricht für den Doblò Zuladungen von bis zu einer Tonne - ein Wert, der eigentlich bereits die Transporterklasse kennzeichnet. Im Falle unseres Testwagens bleiben noch 800 Kilogramm für Fahrer und Ladegut übrig, die höherwertige Ausstattung (unter anderem mit Klimaanlage, Radio, Nebelscheinwerfern und schallgedämmter Trennwand) scheint ihren Tribut zu fordern. Der 100-PS-Diesel ist für die Gewichtsklasse jedenfalls ausreichend und hält den langen Doblò Cargo dank hohem Drehmoment auch auf der Autobahn gut in Schwung. Lediglich die etwas unwillige 6-Gang-Schaltung verhindert echten Fahrspaß im Doblò. Dafür kann sich der Fahrer über die gelungene Fahrwerksabstimmung mit guter Federung und Dämpfung freuen. Den Chef freut die aufpreisfreie Start-Stopp-Automatik und die Möglichkeit, die Verbrauchsdaten des Bordcomputers auf einen USB-Stick aufzuzeichnen und am PC auszulesen (Aufpreis 350 Euro). Trotz des längeren Radstands ist auch der Doblò Maxi kein unhandliches Auto. Beim Rangieren verunsichert eher die unübersichtlich hohe Nase als der gewachsene Wendekreis. An den hat man sich aber schnell gewöhnt - ebenso wie an den extra großen Laderaum.

Datum

25. Oktober 2010
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