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Symposium von lastauto omnibus: Wege zur CO2-Reduzierung

Bis zum Jahr 2014 soll es einen EU-Vorschlag zur CO2-Regulierung von schweren Nutzfahrzeugen geben. Wie die aussehen könnte, das diskutierten hochkarätige Experten aus Verbänden, Politik und Industrie. 

Das vielleicht wichtigste Thema auf der IAA ist die Diskussion um die Regulierung der CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen. Wie schwierig diese Aufgabe ist, stellten die Experten auf der Fachveranstaltung "CO2-Reduzierung im Straßenverkehr" von VDA und lastauto omnibus fest. Die Vertreter von Industrie und VDA forderten Liberalisierung statt Regulierung. So sei es sinnvoll, mehr Freiräume zu schaffen, um das Beste für den Verbrauch zu tun. Dazu gehöre auch, die Längenmaße zu überdenken.

Gleich zu Beginn machte VDA-Geschäftsführer Dr. Kay Lindemann darauf aufmerksam, dass es eine große Bandbreite von Nutzfahrzeugen gebe: "Der Nutzfahrzeug-Markt ist im Vergleich zum Pkw-Segment wesentlich stärker fragmentiert." Größe, Gewicht, Einsatzbereich, Fahrleistung und auch Anwendungsbedingungen von Lkw und Bussen seien verschieden und ließen sich nicht ohne Weiteres auf einen Nenner bringen. Daher müsse die komplette Fahrzeugkonfiguration aus Zugmaschine und Aufbau in der Debatte berücksichtigt werden.

Dieser Problematik ist sich auch Philip Owen, Leiter der Generaldirektion für Umweltfragen der EU-Kommission, bewusst. Daher untersuche die Kommission momentan, wie die CO2-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge individuell erfasst werden können und welche Verbrauchsreduktionen überhaupt möglich sind. Die Ergebnisse dienen dann dazu, eine Strategie zur Reduzierung zur CO2-Regulierung bei schweren Lkw vorzustellen. Im Ergebnis sehe die EU-Kommission das größte Potenzial zur CO2-Vermeidung in einer gesetzlich festgelegten Regulierung.

Diese solle jedoch möglichst global geschehen, meinte Dr. Manfred Schuckert, Abteilungsleiter weltweite Regulierung bei Daimler. "Die europäischen Hersteller sind Vorreiter bei der Reduzierung von CO2. Die einfach umzusetzenden Maßnahmen der Effizienzverbesserung sind bereits ausgereizt", sagte er. Auch die Trailerhersteller forcieren ihre Maßnahmen und verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz. So unterstrich Dr. Bernard Krone, Beiratsvorsitzender von Krone, die Bestrebungen der Branche: "Als verantwortungsbewusster Trailerhersteller müssen wir unseren Kunden Lösungen bieten, mit denen sie noch effizienter arbeiten können." So würden sich die Kraftstoffverbräuche in den kommenden Jahren noch weiter senken lassen.

Autor

Foto

Karl-Heinz Augustin

Datum

25. September 2012
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