Stephan Opel, Gruber Logistics Zoom

Stephan Opel im Porträt: Über alle Grenzen hinweg

Stephan Opel ist neuer Geschäftsführer von Gruber Logistics in Kreuztal. Von dort aus will er die Aktivitäten des Südtiroler Dienstleisters in Deutschland weiter vorantreiben.

Was muss ein Logistiker für seinen Job mitbringen? Für Stephan Opel liegt das auf der Hand: "Um in dieser Branche erfolgreich zu sein, braucht man Begeisterungsfähigkeit", sagt der Geschäftsführer von Gruber Logistics mit Sitz in Kreuztal.

Opel ist für alle deutschen Niederlassungen verantwortlich

Opel lenkt aber nicht nur die Geschicke des dortigen Standorts, sondern ist darüber hinaus auch verantwortlich für alle deutschen Niederlassungen in den Bereichen Landverkehr und Logistik. Neben Kreuztal sind dies Pleissa, Lauf bei Nürnberg und München mit insgesamt mehr als 200 Mitarbeitern.

Ein Novum, denn Stephan Opel soll das Geschäft des italienischen, familiengeführten Mittelständlers hierzulande vorantreiben. "Ziel dieser Neuausrichtung ist es, die einzelnen Geschäftsbereiche weiter voranzubringen und trotzdem innerhalb der ­Gruppe übergreifend zu arbeiten", erklärt er.

Logistik nimmt Querschnittsfunktion ein

Wichtig ist für ihn dabei vor allem "die Querschnittsfunktion, welche die Logistik innerhalb der Wertschöpfungskette einnimmt". Gerade deshalb gelte es eben auch, immer auf der Höhe der Zeit zu sein. "Wir müssen es möglichst schon im Vorfeld bemerken, wenn es zu Veränderungen im Markt kommt oder zusätzliche Bedarfe entstehen und entsprechend darauf reagieren." Auf diese Art haben die Verantwortlichen bei Gruber Logistics den Bereich Montage ins Leben gerufen. Soll heißen, dass der Logistiker nicht nur Industrieanlagen auf seinen Spezialfahrzeugen transportiert, sondern diese auf Wunsch auch demontiert und wieder aufbaut.

Koordinator und Moderator zwischen den Interessen der Beteiligten

Der gebürtige Rheinländer sieht sich als Koordinator und Moderator zwischen den Interessen aller Beteiligten. Eine Aufgabenstellung, die Stephan Opel kennt, war er doch zuvor elf Jahre lang bei HDE Logistik in Bamberg tätig – neun Jahre davon als Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsleitung. Die Besonderheit: HDE steht dabei für die drei beteiligten Logistikunternehmen Herbst, Dümler und Elflein, die im Rahmen eines Kundenprojekts dieses Joint Venture im Jahr 1999 gegründet haben.

Offen für Ideen und neue Impulse

Auch in dieser Konstellation war es für den heute 45-Jährigen wichtig, einen guten Kontakt zu den Mitarbeiten zu haben: "Wenn sich etwa die Geschäftsleitung regelmäßig beim gewerblichen Personal blicken lässt und auch bei dem einen oder anderen persönlichen Problem ein offenes Ohr hat, trägt dies zur Steigerung der Motivation und Loyalität bei", erklärt Opel. Und als Chef ist es für ihn selbstverständlich, dass er sowohl mit dem Lagerfacharbeiter als auch mit dem Top-Manager eines potenziellen Kunden redet. "Wer das nicht kann oder nicht will, der ist hier falsch", erklärt der gelernte Speditionskaufmann.
Dementsprechend kennt er auch keine Berührungsängste. Mit seiner Strategie, auf Leute zuzugehen, hat er gute Erfahrungen gemacht. "Der Mittelstand muss sich bei der Mitarbeiterführung positiv von den Konzernen abheben." Dementsprechend gibt er auch Quereinsteigern gerne eine Chance. Diese seien nämlich oftmals ganz besonders offen für neue Ideen und Impulse.

Entwicklungschancen in der Logistik aufzeigen

Ebenfalls am Herzen liegt dem Gruber-Logistics-Geschäftsführer zudem der Logistik-Nachwuchs. "Wir brauchen uns nichts vorzumachen – das Image der Branche ist schlecht. Umso wichtiger ist es, den jungen Menschen die Entwicklungschancen in der Logistik aufzuzeigen." Denn die Karriere werde gerade im Mittelstand eben nicht ausschließlich durch den Abschluss vorgegeben oder gar begrenzt. "Wer in der Logistik Initiative zeigt, der bekommt auch Verantwortung und die Chance, sich weiterzuentwickeln", sagt er.
Eine Chance, die Stephan Opel auch selbst genutzt hat. Nach dem Abitur hatte er zunächst eine Ausbildung zum  Speditionskaufmann bei Delhey Logistik in Köln abgeschlossen. Die nächste Station war das international tätige Messebauunternehmen Uniplan, wo er für die Bereiche Vertrieb und Logistik verantwortlich war. Dort galt es beispielsweise, ganze Messeauftritte für namhafte Kunden umzusetzen. "Es war eine wertvolle Erfahrung, auch einmal in verantwortlicher Position auf der anderen Seite – der des Auftraggebers – tätig zu sein", berichtet Opel.

Breites Repertoire an unterschiedlichen Services

In Bamberg bei HDE Logistik war er schließlich wieder auf der Seite des  Dienstleisters. Und auch dort setzte er auf ein möglichst breites Repertoire an unterschiedlichen Services. So war und ist das Bamberger Unternehmen nicht nur stark in der Papierlogistik. Auch Baustoffe, Teile von Automobilzulieferern oder Konsumgüter aus dem Non-Food-Bereich für die unterschiedlichsten Kunden galt es dort zu steuern und zu transportieren.
Bei Gruber Logistics nun reicht die Spanne für Stephan Opel von internationalen Ladungsverkehren über die internationale Distribution, Logistikdienstleistungen, Luft- und Seefracht sowie natürlich die internationalen Schwertransporte. Selbst im Bereich Stückgut ist Gruber vertreten – als Mitglied der Kooperation Cargoline.

In seiner Freizeit geht Opel übrigens gerne joggen. "Früher habe ich aktiv Fußball gespielt", erzählt er. Doch dafür reiche die Zeit nicht mehr – und ein Anruf von Jogi Löw sei ohnehin nicht zu erwarten gewesen, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Eine gute Fitness ist ihm dennoch wichtig. Vor allem auch, um sich den Herausforderungen des Alltags mit Elan stellen zu können.

"Man lernt und entwickelt sich mit diesen unterschiedlichen Aufgaben permanent weiter", erklärt Stephan Opel. Auch diese Bereitschaft muss ein Logistiker für seinen Job mitbringen.

Portraits

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Carsten Nallinger

Datum

1. August 2014
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