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Start-up: Sendung europaweit verfolgen

Das Start-up Seven Senders mit Sitz in Berlin versteht sich als Logistik- und Software-Lösungsanbieter für mittelgroße und große Onlineshops. Im Bereich Logistik (7S Shipping) hat sich das junge Unternehmen auf grenzüberschreitende Transportlösungen für den Onlinehandel spezialisiert.

"Immer wenn ein Onlineshop von Land A einen Endkunden in Land B beliefern will, möchten wir das übernehmen", sagt Seven Senders-Geschäftsführer Thomas Hagemann. Egal ob der Internethändler seine Waren von Deutschland nach Frankreich oder von Belgien in die Schweiz schicken will. "Unser Anspruch ist es, günstiger und/oder schneller zu sein als die Konkurrenz", fügt er hinzu. Zudem könne jeder Shop den Carrier für die Zustellung auf der letzten Meile auswählen, der den besten Service für seine Produkte bietet.

Warum grenzüberschreitend? "In Deutschland arbeiten die Paketdienste sehr gut. Da sehen wir aktuell kein großes Verbesserungspotenzial", sagt Hagemann. Wohl aber im  grenzüberschreitenden Verkehr und das nicht nur mit Volumenkontrakten, sondern über eine clevere Anbindung der Auslandsmärkte. "Wir sehen die KEP-Dienste hierzulande und im europäischen Ausland als unsere Partner", sagt Hagemann.

Pakete ins europäische Ausland

Das junge Unternehmen zeigt Onlineshops auf, welche Anbieter sie beispielsweise in Frankreich vorfinden. Das Start-up hat mit all diesen Unternehmen Rahmenverträge geschlossen. Demnach kann sich der Internethändler aussuchen, wer seine Pakete auf der letzten Meile zustellen soll. "Wir antworten damit auf die Forderungen der Kunden da draußen", erläutert der Geschäftsführer. Gerade kleinere Internethändler möchten einen ähnlichen Service bieten wie Amazon oder Otto. Häufig kommen sie laut Hagemann jedoch nicht an die länderspezifischen Carrier ran, weil ihre Volumina zu klein sind. "Diese Brücke schlagen wir." Seven Senders holt mit Lkw die Sendungen an den deutschen Shop-Lagern ab, bündelt die Pakete, fährt sie direkt ins europäische Ausland und übergibt sie dort an deren Partner, also die KEP-Dienste.

Seven Senders bietet noch mehr. "Alle KEP-Dienste haben ihre eigene Tracking-Logik für die Paketverfolgung, die zudem beim grenzüberschreitenden Versand oftmals nur im Versenderland oder im Zielland einwandfrei funktioniert, vor oder nach dem Grenzübertritt ist der Konsument oft blind", sagt Hagemann. Die Branchenführer wie Amazon oder Zalando bieten bereits Lösungen über deren Internetseiten oder Apps an, weil sie über sehr viel eigene IT-Power verfügen. Hagemann: "Sie haben das Tracking der KEP-Carrier in ihre Seiten integriert." Kleinere Shops können ein solch komplexes IT-Umfeld jedoch nicht bieten. Und hier kommt Seven Senders ins Spiel. Mit der Software-as-a-Service(SaaS)-Lösung namens 7S Tracking, bei der Kunden die Software des Dienstleisters nutzen, bietet das Start-up eine europaweit standardisierte Sendungsverfolgung für Pakete an.

Auf einen Blick alle Pakete überwachen

Mit dem Tool 7S Analytics lassen sich auf einen Blick alle Pakete überwachen, die aktuell gerade zum Empfänger gefahren werden. Damit können die Onlineshops feststellen, dass beispielsweise mit einer Wechselbrücke bei der Abholung oder beim Umschlag im Carrier-Hub etwas schiefgegangen ist, und gegensteuern, bevor der Kunde anruft. "Mit unserer Software können die Internethändler proaktiv ihre Kunden ansprechen", sagt Hagemann.

Analytics merkt, dass die Sendung nicht zum versprochenen Datum geliefert werden kann, und generiert automatisch eine E-Mail. Darin kann dem Kunden zum Beispiel mitgeteilt werden, dass er die für den nächsten Tag erwartete Sendung erst einen Tag später bekommt und dass er als Entschuldigung beispielsweise einen Geschenkgutschein für die nächste Bestellung erhält.

Seven Senders stellt Schnittstelle zur Verfügung

Die Onlineshops können die einzelnen Bausteine nutzen, sinnvoller sei es aber, das komplette Angebot zu wählen, da sich die Produkte gut ergänzen. Kunden können jedoch auch ihre Sendungen weiter mit dem gewohnten Paketdienst versenden und nur mit dem Tracking- und Analytics-Tool arbeiten. Seven Senders stellt eine standardisierte Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung (API) zur Verfügung, über die sich die Händler einfach anbinden können. Der Preis gestaltet sich danach, welche Seven Senders-Bausteine ein Onlineshop nutzt und wie viele Paketsendungen er monatlich verschickt.

"Von Seven Senders profitieren alle KEP-Dienste im Ausland und dazu zählen auch die deutschen, wenn ausländische Shops ihre Produkte nach Deutschland versenden", erläutert der Geschäftsführer. Das Start-up ermöglicht außerdem den Internethändlern Volumina, die sie sonst nicht hätten, und hilft ihnen, ausländische Märkte zu erschließen. Hagemann: "Am besten ist es, wenn dem französischen Kunden gar nicht auffällt, wo der Shop zu Hause ist." Er merkt es vermutlich nur dann, wenn die Retourenabwicklung sehr lange dauert oder er aufgefordert wird, mehr für den Versand zu bezahlen.

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Datum

10. März 2017
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