v. li.: Jens Bottenhorn, S.T.a.R., Hubert Staroske, ILN International Logistic Network, Andreas Jäschke, VTL Zoom
Foto: Thomas Küppers

Star, ILN und VTL

Gemeinsam aufgebaut

Star, ILN und VTL wollen noch 2017 die operative Zusammenarbeit starten.

Gemeinsam die Netzwerke sichern und stärker auftreten – aus diesem Grund haben sich 2015 die drei Stückgutkooperationen Vernetzte-Transport-Logistik (VTL, Fulda), International Logistic Network (ILN, Sinzig) und Systemtransport auf Rädern (Star, Homberg/Efze) zu einer strategischen Allianz entschlossen. Noch in diesem Jahr soll die konkrete operative Zusammenarbeit starten.

"Es ist zäher als erwartet", so die gemeinsame Zwischenbilanz der drei Partner. Mit der Aufnahme der gegenseitigen operativenUnterstützung, so die Hoffnung, werde aber der Knoten platzen.

Markt im Bereich nationales Stückgut

Einer der Hauptgründe für die Idee zur Zusammenarbeit war demnach die Entwicklung der Marktgegebenheiten im Bereich nationales Stückgut, mit denen vor allem die Mittelständler zu kämpfen haben. Aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund eines Verkaufs oder eines fehlenden Firmennachfolgers verlassen nicht wenige Unternehmen jedes Jahr den Markt. Für Stückgutnetzwerke kann das bedeuten, dass sie drei bis fünf Unternehmen pro Jahr in ihrem Netzwerk durch neue Unternehmen ersetzen müssen – das setzt ein Netzwerk unter Druck. Mit der Allianz wollen sich die Partner deshalb gerade im Falle eines Ausfalls stützen, um ein stabiles Transportnetz zu gewähren – bei Wahrung der Eigenständigkeit jeder Kooperation.


Wie komplex aber eine Verknüpfung von drei unterschiedlichen Netzwerken ist, zeigt sich in Dauer und Umfang der Vorarbeiten. Sieben Hauptpunkte hatten die drei Partner bei ihrem Zusammenschluss identifiziert. Nach Angaben der Kooperationen haben die Aufsichtsgremien inzwischen ein gemeinsames Handbuch verabschiedet, das Anwendung findet, wenn zwischen den Netzen Sendungen ausgetauscht werden. Auch identische Label für den Sendungsaustausch wurden schon kreiert.

Verlinkung der IT


Die schwierigste Nuss war jedoch demnach die Verlinkung der IT. "Hier wurde der kleinste gemeinsame Nenner gefunden, der für den Datenaustausch wie Track & Trace ausreichend ist", ­erfährt trans ­aktuell auf Nachfrage. Mittlerweile ist das Pflichtenheft für den Datenaustausch zwischen den drei Netzen fertig. Zwischen ILN und VTL ist es demnach ­bereits umgesetzt, Star ist noch dabei.


Zudem wurde die Hub-Struktur verändert: Zwei Depots von VTL sollen voraussichtlich im Frühjahr TSP-Betreiber (Transshipment-Points) für ILN werden. Geprüft werde derzeit, ob auch das Star-Hub in Homburg/Efze ein TSP werde. Gleichzeitig habe VTL sein Regionalhub Süd geschlossen. Die Partner nutzen optional die TSP von ILN oder das Regionalhub Süd von Star. 


So weit, so gut. Was dieses Jahr weiter auf der To-do-Liste steht, dazu wollen sich die drei Geschäftsführer Huber Staroske (ILN), Jens Bottenhorn (Star) und Andreas Jäschke (VTL) derzeit noch nicht äußern. Auch ein neuer Zuschnitt der Verteilgebiete ist für die drei Netzwerke kein Thema – noch: "Das wird erst ein Thema, wenn es nur noch ein Netz geben sollte", heißt es in einer gemeinsamen Antwort. "Das zeichnet sich derzeit jedoch noch nicht ab."
 

Spedition gegründet


Für die Abdeckung des wirtschaftlich starken Mannheimer Raums haben die Stückgutkooperationen Vernetzte-Transport-Logistik VTL und ILN eine gemeinsame Spedition gegründet. Sie trägt den Namen Mavis. Sobald ein geeigneter Standort für einen Umschlagpunkt feststehe, werde Mavis mit dem operativen Betrieb starten und seine Dienstleistung auch Dritten anbieten, heißt es von Seiten der beiden Kooperationen. Vor allem wollen beide Partner nach eigenen Angaben damit die Verlässlichkeit und Netzsicherheit gewähren.



 

Ilona Jüngst

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Datum

2. März 2017
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