Spedition Kautetzky, Mercedes Zoom

Spedition Kautetzky : Verwechslung ausgeschlossen dank Telematik

Die Spedition Kautetzky hat feste Telematiksysteme an Bord der Lkw. Mit ihnen vereinfacht das Transportunternehmen das Auftragsmanagement.

Die Messlatte für Qualität liegt bei der Spedition Kautetzky aus Stadtallendorf sehr hoch. Das zeigt sich bei der Organisation und Planung der Touren. Alle Aufträge bearbeiten die Disponenten in der Speditionssoftware M3 von Dr. Malek. Anschließend gehen die Aufträge direkt in die Lkw. "Der Fahrer muss jeden neuen ­Auftrag bestätigen. Dann arbeitet er seine Auftragsroutine ab", erläutert Christian Michalak, verantwortlicher Projektleiter bei Kautetzky.


Damit der hohe Qualitätsstandard auch in den einzelnen Arbeitsprozessen erhalten bleibt, hat sich die Spedition für einen Festeinbau entschieden. "Durch die fest installierten Geräte kann es nicht zu Verwechselungen zwischen den Fahrern kommen. Schnell werden mobile Geräte auf dem Frühstückstisch mal liegen gelassen oder beim Kunden vergessen. Wir wollen so etwas von vornherein ausschließen und setzen daher auf die fest eingebauten Geräte", sagt Michalak.

Auftragsmanagement zur Kontrolle der Touren

So lässt sich selbst das Auftragsmanagement zur Kontrolle der Touren nutzen. Im Fahrzeug übernimmt diese Aufgabe der DispoPilot von Fleetboard. Der Bordrechner fragt je nach Stand des Auftrags verschiedene Status ab. Sobald ein Fahrer einen Auftrag angenommen hat und an der Beladestelle ankommt, gibt er dies im Bordrechner ein. Als Nächstes bestätigt er den Start der Beladung und im Anschluss das Ende und seine Abfahrt. "Wir haben damit einen genauen Überblick über mögliche Wartezeiten an den Rampen. Gleichzeitig gibt der Fahrer mögliche Fehlbestände oder Schäden mit an", sagt Michalak. Das betreffe auch die Entladung.

Gleichzeitig genießen die Fahrer durch die integrierte Navigation eine direkte Routenführung im Endgerät. Nachdem der Fahrer seinen Auftrag bestätigt hat, fließt die ­Adresse automatisch in die Navigation. Mit einem Tastendruck startet der Fahrer die Führung. "Für uns ist das ein klarer Vorteil, denn früher mussten die Fahrer immer anrufen, sobald sie losfahren wollten", sagt Michalak. War dann die Disposition besetzt, verzö-
gerte sich oft auch die Abfahrt. Das passiert heute nicht mehr.

Disponenten sind immer im Bild

Über die Statusmeldungen des Auftrag­managements sind die Disponenten immer im Bild über die Bewegungen der Flotte. Zusätzlich erhalten sie über die Ortung eine Übersicht, wo sich die Fahrzeuge zurzeit auf der Straße befinden. Damit lassen sich Kunden rechtzeitig informieren, wenn ein Fahrer im Stau stecken sollte. Michalak: "Wir können präventiv informieren. Damit kommen wir bei unseren Kunden gut an."

Zudem nutzt die Spedition die Telemetriedaten der Fahrzeuge für die Wartung. Durch die aktualisierten Informationen des Bordcomputers wissen Fuhrparkmanagement und Disposition rechtzeitig, wann ein Lkw in die Werkstatt muss. "Ich bin davon überzeugt, dass das Gerät durch einen direkten Anschluss an den CAN-Bus des Fahrzeugs bei Daimler genauere Daten liefert. So können wir mögliche Pannen besser vermeiden", betont Michalak.

Fahrerschulung mittels Telemetriedaten

Die Telemetriedaten nutzt das Unternehmen auch für die Fahrerschulung. "Gerade zu Beginn hat es sich für uns gelohnt, die Fahrer mit dem System von Fleetboard zu schulen. Im Moment sind wir dabei zu überlegen, ob wir eine interne Fahrerliga gründen", sagt Michalak. So ließe sich vielleicht die Qualität der Fahrleistungen noch ein wenig verbessern, denn eine hohe Transportqualität setzt sich nicht nur die Spedition selbst als Ziel.

Auch die Auftraggeber haben hohe Ansprüche. Hauptsächlich fährt das Unternehmen für die Pharma- und Lebensmittelin­dustrie. Da sind hohe Standards Pflicht. Das zeigt auch die Liste der Zertifizierungen, die die Spedition besitzt. Bereits im Jahr 2000 ließ sich das Unternehmen nach dem Qualitätsmanagement-Standard DIN EN ISO 9001 zertifizieren. Es folgte eine Auditierung für den IFS Logistic Standard (IFS = International Food Standard). Bereits vor drei Jahren qualifizierte Kautetzky den gesamten Fuhrpark gemäß den spezifischen Anforderungen der Pharmaindustrie nach GxP.  Somit ermöglicht das Unternehmen qualifizierte Transporte in den Temperaturbereichen von –25 Grad Celsius, +2 Grad Celsius bis +8 Grad Celsius und +2 Grad Celsius bis +25 Grad Celsius.

Um die hohen Bedingungen zu erfüllen und zu überwachen, setzt die Spedition zusätzlich bei ihren Kühlaufliegern noch das System von Cargobull Telematics ein. Es versorgt die Spedition mit allen Daten rund um den Auflieger und die Kühltemperaturen. "Für uns wäre eine Integration aller Daten auf einem Portal wünschenswert. Das würde unseren hohen Ansprüchen sehr entgegenkommen", meint Michalak. Dann könnte die Spedition ihre Arbeitsabläufe noch weiter verbessern.

Das Unternehmen

Die Spedition Kautetzky hat seinen Sitz im hessischen Stadtallendorf. Insgesamt arbeiten 92 Personen im Betrieb, von denen über 80 Prozent länger als zehn Jahre da sind. Sie bewegen täglich 50 eigene Zugmaschinen, 69 Auflieger und zwei kleinere Fahrzeuge. Die Spedition 
ist auf einem 60.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände zu Hause. Auf 40.000 Quadratmetern lassen sich Waren lagern.

Autor

Foto

© Spedition Kautetzky

Datum

24. Juli 2013
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