Peter Plank, Hans-Georg Maas, SLV Zoom
Foto: Franziska Nieß

SLV Hessen/Rheinland-Pfalz

Maas zum Vorstandsvorsitzenden gewählt

Hans-Georg Maas übernimmt den Vorstandsvorsitz des Speditions- und Logistikverbands (SLV) Hessen/Rheinland-Pfalz von Peter Plank. Maas (62) ist Geschäftsführer der Spedition Editrans und gehört seit 2011 dem SLV-Vorstand an.

Aufhören, wenn es am schönsten ist: Diesem Motto folgt der langjährige Vorstandsvorsitzende des Speditions- und Logistikverbands (SLV) Hessen/Rheinland-Pfalz, Peter Plank. Nach sechs Jahren an der Spitze übergibt er den symbolischen Staffelstab an Hans-Georg Maas, den die SLV-Mitglieder bei ihrer alljährlichen Versammlung zum Nachfolger wählten.

Der 62-jährige Geschäftsführer der Spedition Editrans aus Offenbach gehört seit 2011 dem SLV-Vorstand an, war zuvor elf Jahre lang Rechnungsprüfer. Ein ganz neues Gesicht im Vorstand ist dagegen Daniel Hensel vom gleichnamigen Mainzer Logistikunternehmen. Die anderen Vorstandsmitglieder Christian Eichmeier, Volker Oesau und Michael Peters wurden wiedergewählt.

Langeweile kommt im Vorstand sicher nicht auf: "Die Herausforderungen in unserer Branche sind angefangen vom Fachkräftemangel über die Digitalisierung und Sicherheitsfragen bis hin zu den Klimazielen gewaltig", erklärte Maas. Aus aktuellem Anlass wolle er sich den momentan ausufernden Genehmigungsprozessen für Schwerguttransporte widmen.

Schwerguttransporte sind derzeit ein gewichtiges Thema

Dieses Thema griff auch SLV-Geschäftsführer Thorsten Hölser auf: "Die Genehmigungsverfahren dauern statt einer Woche nun mindestens fünf Wochen." Hölser nahm in seinem Geschäftsbericht auch zu den Logistik-Start-ups Stellung, die momentan die Branche aufmischen. "Auf den ersten Blick sind das tolle Ideen, aber vieles davon machen unsere Mitgliedsunternehmen ohnehin schon." Die Null-Zins-Politik sei ein Grund dafür, dass momentan viele Großunternehmen in Start-ups investieren. "Kapital sucht nach Anlagemöglichkeit", lautet seine Bilanz.

Kritik übte Hölser an Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU), der mehr Lkw-Kontrollen ankündigte. "Wichtiger wäre es, für mehr Sicherheit auf den Parkplätzen zu sorgen." Auch im Hinblick auf den Fahrermangel sei es wichtig, den Arbeitsalltag der Fahrer angenehmer zu gestalten. Der Ausbildungsmarkt beschäftige die Mitglieder ebenfalls. Hölser formulierte dazu ein wesentliches Problem: "Die Bewerber, die es gibt, haben oft nicht das nötige Qualifikationspotenzial."

Die große Wahl kommt noch

Eine weitere Wahl steht in diesem Jahr bekanntlich auch noch an: die Bundestagswahl am 24. September. Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV), lobte in seinem Grußwort den vielleicht scheidenden Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Er habe einen ordentlichen Job gemacht und Ziele erreicht, die zu Beginn der Legislaturperiode unmöglich schienen.

Im Wahlkampf stehen laut Huster nicht die klassischen Verkehrsthemen im Fokus, sondern gesellschaftliche Themen wie die Umweltpolitik im Hinblick auf den Diesel-Skandal und die Digitalisierung – Auswirkungen auf die Logistik haben sie natürlich dennoch.

Ein generell schlechtes Image der Logistik kann Huster derzeit nicht ausmachen, eher ein nicht vorhandes. "Für die Branche ist es schon gut, wenn sie gar kein Image hat." Und mit einem Augenzwinkern fügte er an: "Solange es die Autoindustrie gibt, muss sich die Logistik über ihr Image keine Sorgen machen."

Franziska Niess

Datum

24. August 2017
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