Stefan Kölbl, Vorstandsvorsitzender von DEKRA Zoom
Foto: Karl-Heinz Augustin

Sicherheit

DEKRA sieht Potenziale in der Digitalisierung

Die Prüforganisation DEKRA sieht in der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung ein erhebliches Wachstumspotenzial.

Durch die Übernahme der Unternehmen AT-4-Wireless in Spanien und Quie Tek in Taiwan sowie durch Gründung des Joint Ventures Dekra iST Reliability Services zusammen mit dem taiwanesischen Dienstleister Integrated Service Technology hat DEKRA im laufenden Geschäftsjahr seine Ausgangsposition in diesem Bereich deutlich gestärkt. "Durch das neu erworbene Know-how können wir künftig unter anderem prüfen, ob Maschinen und Alltagsgeräte über drahtlose Verbindungen sicher miteinander kommunizieren", erklärte der Vorstandsvorsitzende Stefan Kölbl am Donnerstag vor Journalisten in Stuttgart. Noch nie habe sich der Konzern in so kurzer Zeit so intensiv in ein Thema eingearbeitet, erklärte er. Dieser Prozess habe bei DEKRA nur sechs Monate gedauert.

Autonomes Fahren bringt Sicherheitsgewinn

Mit dem angeeigneten Wissen will DEKRA künftig auch beim Thema automatisiertes Fahren punkten. "Das autonome Fahren ist ein Riesensprung in Richtung Sicherheit", erklärte Kölbl. Nicht zuletzt sei diese Technologie ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur Vision Zero. Dahinter steht die Vorstellung, dass niemand mehr auf den Straßen ums Leben kommt. DEKRA fühlt sich diesem Ziel verpflichtet und mahnt weitere Fortschritte an. Sorgenvoll stimmt Vorstandschef Kölbl nämlich, dass entgegen dem positiven Trend der vergangenen Jahre 2014 wieder mehr Verkehrstote zu beklagen waren. "Und es scheint auch 2015 leider wieder einen Anstieg zu geben", sagte Kölbl. Er bezeichnete diese Entwicklung als alarmierend und als einen Grund, sich noch stärker in der Sicherheit zu engagieren.

Auch Arbeitssicherheit steht im Fokus

Neben der Verkehrssicherheit will das Unternehmen auch Akzente bei der Arbeitssicherheit und bei der Sicherheit im privaten Umfeld setzen. Festgehalten ist dieser Anspruch in der DEKRA-eigenen Vision 2025. "Wir wollen der globale Partner für eine sichere Welt werden", bekräftigte Kölbl. Mit der Ausrichtung auf Sicherheit wird das Unternehmen auch im laufenden Geschäftsjahr deutlich wachsen. DEKRA erwartet beim Umsatz ein Plus von mehr als sieben Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter werde um etwa 2.400 auf rund 37.400 steigen. Und auch für 2016 prognostiziert das Unternehmen "eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre."

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Datum

4. Dezember 2015
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