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Sicherheit: Dekra schult 100.000 Kraftfahrer

Die Prüforganisation Dekra wird im laufenden Jahr ihren Umsatz um sieben Prozent auf 2,5 Milliarden Euro steigern. Besonders gut läuft es in der Sparte Personnel, in der die Weiterbildung und Zeitarbeit gebündelt ist.

Die Nachfrage nach Dienstleistungen rund ums Thema Sicherheit steigt weltweit weiter an. Davon wird die Sachverständigenorganisation Dekra im laufenden Geschäftsjahr erneut profitieren. "Wir werden 2014 das elfte Wachstumsjahr in Folge erleben", sagte Dekra-Vorstandschef Stefan Kölbl am Donnerstag vor Journalisten in Stuttgart. Der Konzernumsatz werde um rund sieben Prozent auf etwa 2,5 Milliarden Euro wachsen. Mit dem Umsatzwachstum einher geht ein Wachstum der Belegschaft. Sie wird um rund 2.000 auf fast 35.000 Mitarbeiter weltweit steigen. Menschen aus etwa 100 Nationen arbeiten inzwischen bei Dekra.

Sieben Firmen rücken unter das Dekra-Dach

Erneut wuchs das Unternehmen sowohl aus eigener Kraft als auch durch Übernahmen. Insgesamt zehn Firmen aus sieben Ländern rücken im laufenden Jahr neu unter das Dekra-Dach. Besonders strategisch relevant sind dabei laut Kölbl die Übernahme von Plurel in den Niederlanden und von RCI Safety aus den USA. Sie ergänzen die Geschäfte in der Industriesparte. Spezialität von Plurel sind Prüfung, Inspektion und Zertifizierung von Loks und Waggons - ein Bereich, in dem Dekra Fuß fassen möchte und nach einem aktuellen Beschluss des Bundesrats künftig auch tätig werden darf. RCI dagegen bringt umfangreiches Know-how im Bereich Organisations- und Prozesssicherheit mit. Die Industrie-Sparte steuert 2014 fast 700 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei, zu Grunde liegt ein Wachstum von knapp vier Prozent.

Wichtigste Säule ist die Geschäftseinheit Automotive

Wichtigste Säule ist traditionell die Geschäftseinheit Automotive, die um acht Prozent auf mehr als 1,3 Milliarden Euro zulegt. Hinzu kommen etwa 100 Milllionen Euro aus periodischen Industriedienstleistungen in Deutschland - etwa im Bereich Maschinen- und Anlagensicherheit. Diese Services ordnet Dekra seit dem vergangenen Jahr der Automotive-Sparte zu.

Stärksten Umsatzzuwachs verbucht der Bereich Personnel

Den stärksten Zuwachs verbucht 2014 die dritte Säule, Personnel. In ihr sind die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten, aber auch die Zeitarbeit gebündelt. Um fast 13 Prozent wird die Sparte 2014 wachsen und am Ende einen Umsatz von rund 440 Millionen Euro ausweisen. Ein Wachstumstreiber ist dabei nicht zuletzt die gesetzlich vorgeschriebene Kraftfahrer-Weiterbildung. Dekra hat im laufenden Jahr in den diversen Modulen rund 100.000 Teilnehmer geschult - ein Zuwachs um 50 Prozent gegenüber 2013.

Auch im nächsten Jahr will der Konzern aus Stuttgart keine kleineren Brötchen backen. Vorstandschef Kölbl ist zuversichtlich, ein Wachstum in gleicher Größenordnung wie 2014 zu erzielen. Zwar seien die Prognosen für die Gesamtwirtschaft eher moderat. Für die sogenannte TIC-Branche - Testing, Inspection, Certification - werde in Studien aber ein jährliches Wachstum von etwa fünf Prozent vorhergesagt. Und nicht zuletzt aufgrund der Kundenanforderungen, die nach globalen Lösungen verlangten, sei Dekra quasi auf Wachstum programmiert.

VISION ZERO MACHBAR

Dekra geht davon aus, dass die Vision Zero umsetzbar ist - eines Tages also keine Toten bei Verkehrsunfällen mehr zu beklagen sind. Vorstandschef Stefan Kölbl wies auf weltweit 560 Städte mit jeweils mehr als einer halben Million Menschen hin, denen das bereits gelungen sei - die also mindestens in einem Jahr keine Verkehrstoten hatten. Der Trend in Deutschland sei insgesamt erfreulich. Seit 1970 sei die Zahl der Verkehrstoten um 85 Prozent auf rund 3.300 gesunken. Nun gelte es, vor allem bei den schwächeren Verkehrsteilnehmern anzusetzen - also bei Fußgängern, Rad- und Motorradfahrern, Kindern oder Rentnern. "Hier sehen wir den größten Hebel, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen", sagte Kölbl.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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K-H.Augustin

Datum

5. Dezember 2014
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