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Schmitz Cargobull und Krone auf der IAA: Trailerhersteller mit großen Umsatzzielen

Die beiden großen deutschen Aufliegerhersteller Schmitz Cargobull und Krone wollen beim Umsatz die Mauer von zwei Milliarden Euro durchbrechen.

Die beiden größten deutschen Trailerhersteller Schmitz Cargobull und Krone haben für die Zukunft große Pläne. Sie haben auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover angekündigt, beim Umsatz die Marke von zwei Milliarden Euro überschreiten zu wollen. Schmitz Cargobulll peilt einen Wert von 2,5 Milliarden Euro und eine Umsatzrendite von fünf Prozent an, wie der Vorstandsvorsitzende Andreas Schmitz ausführte. Im vorigen Geschäftsjahr lagen diese Kennzahlen bei 1,8 Milliarden Euro beziehungsweise 3,9 Prozent. Zugrunde lagen Zuwächse von zwölf Prozent und 2,1 Prozentpunkten. Um für das Wachstum gerüstet zu sein, will der Fahrzeugbauer aus dem Münsterland auch die Eigenkapitalquote erhöhen, von 55 auf 60 Prozent.

Vorstandschef Schmitz kann sich vorstellen, künftig auch das eine oder andere kleine Unternehmen zu übernehmen. Er will seiner Gruppe mittel- und langfristig überall dort vertreten sein, wo die eigenen Fahrzeuge unterwegs sind. Ist Schmitz Cargobull bereits in China vertreten, so ist aktuell der Aufbau eines Werks in der Türkei geplant. "Wir haben eine Location bei Istanbul gefunden", erklärte Schmitz. Man werde dort mit eigener Mannschaft Fahrzeuge produzieren. In dem für sein Unternehmen relevanten Markt sieht der Vorstandschef ein Potenzial von 12.000 Einheiten. In Europa hat Schmitz Cargobull nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 28 Prozent, im Geschäftsjahr 2015/2016 produzierte der Trailerhersteller 49.948 Fahrzeuge.

Alle Zeichen stehen auf Wachstum

Auch bei Krone stehen die Zeichen auf Wachstum. Das Unternehmen steigerte voriges Jahr seinen Umsatz um 9,1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Absatz lag bei 47.964 Einheiten, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. In den vergangenen fünf Jahren sei das Unternehmen um 30 Prozent gewachsen, erklärte Finanzchef Aloys Schnelte vor Journalisten. Die Nutzfahrzeugsparte legte in diesem Zeitraum demnach sogar um 40 Prozent zu.

Auch die Erwartungen für die Zukunft sind hoch. Schnelte kündigte ein Investitionsprogramm für die Bereiche Industrialisierung, Digitalisierung und Vertrieb an. Es sieht für die nächsten drei Jahre Investitionen von 200 Millionen Euro vor. Der Zielumsatz für die Krone-Gruppe liege bei 2,2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

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fjö, Schmitz Cargobull, Stefan Schoening

Datum

22. September 2016
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