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Schmitz Cargobull: Alles inklusive

Schmitz Cargobull bündelt Produkte und Dienstleistungen zu vollständigen Paketangeboten.

Seit Jahren ist Schmitz Cargobull (SCB) im Fahrzeugbau ein Trendsetter, wenn es darum geht, Wertschöpfung ins Haus zu holen. Erst bot das Unternehmen eine eigene Trailerachse an, später folgten neben Aufbaukomponenten die hauseigene Telematik, ein eigenes Kühlaggregat und sogar eigene Reifen, wobei es sich bei letzteren genau genommen um Hankook-Produkte handelt. Ein umfassendes Angebot aus einer Hand ist im Falle des SCB-Paradepferds Kühler schon seit vier Jahren vorhanden, wobei die Kunden weiterhin freie Wahl haben und bei den einzelnen Komponenten auch auf Produkte anderer Hersteller zurückgreifen können.

Nun legen die Münsterländer noch einen drauf. Mithilfe des sogenannten Executive-Pakets wollen sie Kunden die Entscheidung für die SCB-eigenen Produkte noch leichter machen. Die Kühlmaschine T.KM One kombiniert SCB mit dem Kühlkoffer S.KO Cool zum Gesamtpaket S.KO Cool Exe­cu­tive. Enthalten ist hier zudem ein Fullservice-Vertrag von SCB Parts & Services für das Kühlgerät.

Hinzu kommt ein Telematik-Paket inklusive Temperaturschreiber und proaktivem Monitoring. Letzteres bedeutet Überwachung mit integrierter Warnmeldung an Fahrer und Fahrzeughalter, sofern ungeplante Standzeiten drohen. Der Vorteil des Executive-Pakets laut SCB: perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten und eine durchgängige, lückenlose Informationskette. Den 2014 vorgestellten Verdampfer haben die Ingenieure ebenfalls noch mal angefasst und die Dauer der Abtauzyklen um bis zu 50 Prozent verringert.

Das Executive-Paket ist ab der IAA auch für die Planenfahrzeuge der Baureihe S.CS Universal zu haben. Diese Curtainsider mit Standardaufbau rollen auf der Rotos-Achse sowie den SCB-Reifen an. Hinzu kommt ein Fullservice-Paket inklusive Reifen- und Trailerservice sowie mit Telematik und europaweitem Pannendienst. Ein sinnvolles, ebenfalls enthaltenes Extra ist ein Telematik-überwachtes Reifendruck-Kontrollsystem.
Neben neuen Paketen gibt es auch neue Technik: So klebt SCB inzwischen den Boden der Curtainsider mit einem speziellen Hochleistungsklebstoff.

Es bleiben nur noch sechs Verschraubungen pro Bodenplatte übrig, die der Fixierung zu Beginn der Montage dienen. Der Klebstoff soll sich für alle Temperaturbereiche eignen und eine hohe Dichtigkeit gewährleisten. Zudem steigt damit die Staplerachslast pro Bodenplatte auf 7,5 Tonnen. Weiterhin strafft SCB damit den Fertigungsprozess. Inzwischen lässt sich aus dem Executive-Baukasten ein Trailer konfigurieren und laut Hersteller innerhalb von 18 Stunden übernehmen.

Das Fahrzeugangebot wächst zudem um ein Zweiachs-Dolly namens DO 18/L-2“ für Zuggewichte von 40 und 60 Tonnen. Damit lässt sich ein Lang-Lkw aus Motorwagen und Sattelauflieger zusammenstellen. Das Dolly verfügt über 385/55 R 22,5er-Bereifung sowie eine drehbare Kupplung; die Achsen sind starr ausgeführt – eine so einfache wie kostengünstige Lösung. Das Dolly soll sich für alle Sattelauflieger der Universal-Baureihe eignen; die Aufsattelhöhe liegt bei 1.050 bis 1.100 Millimetern.

Zudem bietet SCB den Mega nun auch mit rolliertem Genios-Chassis statt mit der geschweißten Konstruktion an – was aber eher ein Vorteil für die energiearme und zeiteffiziente Fertigung sein dürfte als für die Kunden. SCB wirbt damit, dass kein Schweißverzug auftritt und die Bauteile noch genauer gefertigt werden. Im Falle des Mega soll der Rahmen noch flacher bauen (1.000 Millimeter Ladehöhe über dem Achsaggregat dank wenig auftragender Träger und Luftfederung) und die Gesamthöhe weniger kritisch ausfallen.

Offensichtlich haben die SCB-Ingenieure über die Werkstore hinausgeschaut und den Markt analysiert. Was ein anderer Hersteller schon seit einiger Zeit vorhält, ist nun auch aus dem Münsterland zu haben: nämlich ein Rückrüst-Kit für Megaauflieger namens Varios Convertible. Damit lässt sich der S.CS Mega mit drei Meter lichter Innenhöhe zu einem Standard-Curtainsider der Baureihe Universal umbauen, was den Wiederverkaufswert erhöht.

Ebenfalls schon bei anderen Herstellern gesehen wurde eine PIN-geschützte Aufbau-Verriegelung für besonders wertvolle Frachtgüter. Bei SCB heißt der neue Türverschluss LS 3 und basiert auf einem verborgenen Verriegelungssystem. Ein elektronisches Zahlenschloss soll den unbefugten Zugang ausschließen.

Der Code fürs Schloss kommt beim Verlader entweder durch die Disposition aufs Handy des Fahrers (Rolling Code), oder der Fahrer kennt die PIN und kann sie über das Bedienelement an der Stirnwand des Kofferaufbaus eingeben. Auch eine PIN-Code-gesteuerte Eingabesperre für das Bedienpanel der Kühlmaschine am Kühlkoffer ist zu haben.

Rampenschutz für Sattelkoffer der S.KO-Baureihe

Weniger augenfällig, aber umso effektiver ist der neue Rampenschutz für die Sattelkoffer der S.KO-Baureihe. Vier federnd gelagerte Edelstahlrollen sollen Knitterfalten am Fahrzeug vermeiden, wenn der Fahrer sein Gefährt unsanft an die Rampe setzt. Dazu dienen die massiv ausgeführten Walzen sowie eine Dämpfereinheit dahinter. Sie leitet die Aufprallkräfte in das Chassis des Aufliegers ein. Die Rollen arbeiten auch mit, wenn der Stapler in den Aufbau fährt.

Thomas Rosenberger lastauto omnibus Chefredakteur

Autor

Foto

Schmitz Cargobull

Datum

21. Juli 2016
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